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machen, da er in diesem Falle nicht einmal den gewöhnlichen
Unternehmergewinn wird aufbringen können. Der vorletzte
Kapitalaufwand gibt nunmehr nur den normalen Profit, wirft aber
keine Rente ab. Das Sinken der Getreidepreise ruft somit ein
Sinken der Grundrente hervor. Steigen die Getreidepreise, so tritt
die entgegengesetzte Erscheinung ein. Der letzte Kapitalaufwand
beginnt nunmehr einen Extraprofit zu tragen; es wird dann folglich
vorteilhaft, neue Kapitalaufwände zu machen, und der vorletzte
Kapitalaufwand beginnt nun eine Rente abzuwerfen. Wir
werden hier die Frage unerörtert lassen, welchen Einfluß der
technische Fortschritt auf die Grundrente ausübt, der bei einem
bestimmten Getreidepreis die Grundrente in die Höhe treibt. Auf
jeden Fall ändert der technische Fortschritt das von uns konstatierte
Gesetz nicht, nämlich daß der letzte Kapitalaufwand und
der Grad der intensiven Kultur durch die Höhe der Getreidepreise
bestimmt wird und nichts weiter einbringen kann als den normalen
Unternehmergewinn. Wenn nun dem so ist, wie kann
dann die Grundrente die Höhe der Getreidepreise bestimmen?
Oft wird zur Erklärung der amerikanischen Konkurrenz
darauf hingewiesen, daß in Amerika freier Boden vorhanden war.
Tatsächlich werden in Amerika viele Ländereien unbebaut gelassen.
Aber weshalb? Ich habe es soeben auseinandergesetzt.
Mit der Zunahme der Bevölkerung mußte man zum Aufbrechen
von Böden zweiter, dritter usw. Klasse übergehen oder eine intensivere
Kultur einführen, d. h. in beiden Fällen: weniger produktive
Arbeitsaufwände machen. In Amerika, besonders in den
westlichen Staaten Nordamerikas, wo noch genügend fruchtbarer
Boden vorhanden war, brauchte man noch nicht den ärmeren
Boden zu bestellen oder eine intensive Kultur einzuführen.
Das Vorhandensein von noch unbebautem Boden erlaubte also,
eine extensive Kultur mit höherer Arbeitsproduktivität zu führen.
Hätte der Übergang zur intensiven Kultur die Arbeitsproduktivität
erhöht, so würde es in Amerika bei niedriger Grundrente vorteilhafter
gewesen sein, eine solche einzuführen. Der europäische
Pächter zahlt dem Grundeigentümer eine gewaltige Summe. Wenn
er, sagen wir, 150 Kilo Getreide vom Morgen erhält, so zahlt er