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Erster Abschnitt,
ihnen stecken. In einer Gesellschaft, deren Produkte allgemein
die Form der Ware annehmen, das heißt in einer Gesellschaft von
Warenproduzenten, entwickelt sich dieser qualitative Unterschied
der nützlichen Arbeiten, welche unabhängig voneinander als Privat-
geschäfte selbständiger Produzenten betrieben werden, zu einem
vielgliederigen System, zu einer gesellschaftlichen Teilung der
Arbeit.
Dem Rock ist es übrigens gleichgültig, ob er vom Schneider
oder vom Kunden des Schneiders getragen wird. In beiden Fällen
wirkt er als Gebrauchswert. Ebensowenig ist das Verhältnis
zwischen dem Rock und der ihn produzierenden Arbeit an und für
sich dadurch verändert, daß die Schneiderei besondere Profession
wird, selbständiges Glied der gesellschaftlichen Teilung der Arbeit.
Wo ihn das Kleidungsbedürfnis zwang, hat der Mensch Jahrtausende
lang geschneidert, bevor aus einem Menschen ein Schneider ward.
Aber das Dasein von Rock, Leinwand, jedem nicht von Natur vor-
handenen Element des stofilichen Reichtums, mußte immer ver-
mittelt sein durch eine spezielle, zweckmäßig produktive Tätigkeit,
die besondere Naturstoffe besonderen menschlichen Bedürfnissen
assimiliert [anpaßt]. Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nütz-
liche Arbeit, ist die Arbeit daher eine von allen Gesellschaftsformen
unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnot-
wendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das
menschliche Leben zu vermitteln.
Die Gebrauchswerte Rock, Leinwand usw., kurz die Waren-
körper, sind Verbindungen von zwei Elementen, Naturstoff und
Arbeit. Zieht man die Gesamtsumme aller verschiedenen nütz-
lichen Arbeiten ab, die in Rock, Leinwand usw. stecken, so bleibt
stets ein materielles Substrat, ein stofflicher Rückstand zurück, der
ohne Zutun des Menschen von Natur vorhanden ist. Der Mensch
kann in seiner Produktion nur verfahren wie die Natur selbst, das
heißt nur die Formen der Stoffe ändern.*® Noch mehr. In dieser
Arbeit der Formung selbst wird er beständig unterstützt von Natur.
2 „Alle Erscheinungen des Weltalls, ob hervorgerufen von der Hand
des Menschen oder durch die allgemeinen Naturgesetze, stellen keine wirk-
liche Neuschöpfung dar, sondern bloß eine Umformung des Stoffes. Zu-
sammenfügen und Trennen sind die einzigen Elemente, die der menschliche
Geist immer wieder findet, wenn er die Vorstellung des Hervorbringens
zergliedert; und ebenso steht es um die Hervorbringung des Wertes (valore,
Gebrauchswert, obgleich Verri hier in seiner Polemik gegen die Physiokraten
selbst nicht recht weiß, von welcher Sorte Wert er spricht) und des Reich-
tums, wenn Erde, Luft und Wasser sich auf dem Felde in Gras verwandeln,
oder wenn sich unter der Hand des Menschen die klebrige Absonderung
eines Insekts in Seide verwandelt oder einige Metallstückchen sich zu einer
Repetieruhr zusammenfügen.“ (Pietro Verri: „Meditazioni sulla Economia
Politica‘“ (zuerst gedruckt 1778) in der Ausgabe der italienischen Oekonomer
von Custodi, Parte Moderna, vol. XV, p. 22.)