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artiger geworden und erfordern zu ihrer Deckung mehr und viel
kompliziertere Arbeit.
Ist ferner die Zahl der Familienmitglieder auf fünfzehn gestiegen,
so können sie sich nur dann gut ernähren, wenn durch den
technischen Fortschritt das Sinken der Arbeitsproduktivität wettgemacht
wird, oder wenn die Bauern sich auf ländliche Arbeit
beschränken und das Gewerbe von anderen betrieben wird. Die
Bevölkerungsverdichtung wird eben mit dem Fortschreiten der
Arbeitsteilung und Erhöhung der Arbeitsproduktivität möglich.
Da die folgenden Arbeitsaufwände von einem Sinken der
Arbeitsproduktivität begleitet sind, so führt die Bevölkerungsvermehrung
zur Steigerung der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung,
was seinerseits die Folge hat, dass landwirtschaftliche Produkte
aus anderen Ländern eingeführt werden.
So hindert das Vorhandensein von dünn bevölkerten Gebieten
mit extensiver Kultur den Übergang zu intensiver Wirtschaft
in dichter bevölkerten Gegenden, die bei geringerer Arbeitsproduktivität
es doch hätte gestatten können, die einheimische
Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten zu versorgen.
Gewisse Verkehrsverhältnisse vorausgesetzt, beginnt die Einfuhr
der landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus den dünn bevölkerten
Gegenden zugleich mit der Ausfuhr von Industrieerzeugnissen
aus den Gebieten mit dichter Bevölkerung. Dieser Warenaustausch
geht in einer entwickelten kapitalistischen Wirtschaft
vor sich und erweitert bedeutend den Nahrungsspielraum, indem
er der Industriebevölkerung Nahrungsmittel aus entfernten, dünnbevölkerten
Gegenden zuführt.
IV.
In einer Bauernwirtschaft läßt sich der Verbrauch und die
Produktion von verschiedenen Gegenständen aus den Haushaltungsrechnungen
erkennen. Der Unterschied zwischen einer
Bauernwirtschaft von heute und einer mit Naturalwirtschaft
äußert sich darin, daß in einer heutigen Bauernwirtschaft die
relative Stellung einzelner Produktions- und Konsumtionsgegenstände
nicht in Arbeitstagen, sondern in Geld ausgedrückt wird,