Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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Produktion  der  Gegenstände  verwenden,  die  nicht  dem
unmittelbaren  Konsum,  sondern  der  Herstellung  von  Produktionsmitteln ­
  dienen.  Der  Umfang  der  notwendigen  Produktionsmittel ­
  wird  durch  den  Stand  der  Technik  und  der  Produktivkräfte ­
  überhaupt  bestimmt.  Die  Reproduktion  aber  ganz
ohne  Produktionsmittel  ist  unmöglich.  Daher  sind  die  wirtschaftlichen ­
  Bedürfnisse  die  dringlichsten  und  werden  auch  in
einer  isolierten  Wirtschaft  am  vollständigsten  gedeckt.
Betrachten  wir  nun  von  diesem  Standpunkte  aus  die  früher
angeführten  Haushaltungen  der  bäuerlichen  Familien,  so  finden
wir,  daß  der  Konsum  mit  der  Zunahme  der  Gesamtmenge  der
in  einer  Familie  produzierten  Gegenstände  nicht  gleichen  Schritt
hält,  sondern  daß  die  wirtschaftlichen  Bedürfnisse  immer  mehr
steigen.  Die  großen  Wirtschaften  mit  höherer  Arbeitsproduktivität ­
  dehnen  die  wirtschaftlichen  Bedürfnisse  in  viel  größerem
Maße  aus,  als  die  persönlichen.  Deshalb  sinkt  auch  der  relative
Prozentsatz  der  persönlichen  Ausgaben  im  Gesamtbudget  mit  der
Zunahme  des  Bodenbesitzes  der  Bauernfamilie.  So  geht  gerade
in  den  großen  Wirtschaften  eine  Reproduktion  auf  erweiterter
Stufenleiter  vor  sich,  indem  die  wirtschaftlichen  Ausgaben  auch
relativ  immer  mehr  zunehmen.
In  den  Waren  produzierenden  Wirtschaften,  wo  die  Ausdehnung ­
  der  Produktion  einen  Profit  einbringen  kann,  hängt  der
persönliche  Konsum  vom  Umfang  der  Reproduktion  ab.  In
kleinen  Wirtschaften  entfällt  auf  den  persönlichen  Konsum  der
größte  Teil  der  Produkte  der  Wirtschaft  (richtiger  des  Bruttoeinkommens). ­
  Die  persönlichen  Bedürfnisse  sind  sehr  eingeengt
und  können  nur  mit  der  Ausdehnung  des  Betriebes  steigen,  wenn
mit  dem  erhöhten  persönlichen  Konsum  gleichzeitig  eine  Reproduklion
  auf  erweiterter  Stufenleiter  vor  sich  gehen  kann.  Die  Sparsamkeit ­
  erweist  sich  in  den  kleinen  Wirtschaften  als  unentbehrliche ­
  psychologische  Voraussetzung  für  die  Erweiterung  des  Betriebes. ­
  Die  Psychologie  des  wirtschaftenden  Subjekts,  sowie
auch  der  Charakter  seines  Konsums  wird  also  durch  die  Produktionsverhältnisse ­
  bestimmt.
            
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