Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil IV. Girobanknotariat. 
Buchführer, die Umbuchung auszuführen. Einen solchen Auftrag 
besitzen wir in P. Fior. 1 92 (84 n. Ohr.) : 
'HpttKXeíòriç TapouriXXiou NeoKÓUpioç ó K(ai) 0iXo|uriT(ó- 
p€ioç) ó dtUxo^íoiJILtevoç) xoùç KataXoxwTiaoùç xoû 'EppoTr(oXi- 
xou) 'Epiaaiuji K(ai) ¡Liexôx(oiç) Tpa|Li(paxEum) x{aipeiv). ’Eàv 
7TapaKÙJVx(ai) ôià xoiv KaxaXoxicrpôiv Aiòúpri xf) K(ai) loiipei 
’A)Li|Liujvio(u) Trepi Ytvxavenxibu èk xo{û) Aiovucriou apoupai 
ôéka ëE xéxapxov, T(ivovxm) (apoupai) iC J, |Liexa7r(apàee(T0e) ^ 
Zap[a]Triáòi xf) K(ai) Xeveujxe( ) 'Eppaiou 'EpiaoiT(oXixiôi) dirô 
Tapxpo( )2. Tix(èp ou)^ Xapôvx(eç) xàç Ka0TiK(où(Taç) oîkovo- 
)ii(aç) oÎKovo)a(h(Taxe), ibç Ka0f)K(ei). (’’Exouç) xpixou Aùxo- 
Kpàxopoç K(ai)oapoç AopixiavoO leßaaxoO feppaviKoO, 0a- 
)aev00 K0. 
(Darunter Spuren einer weiteren Zeile.) 
Zu deutsch : „Herakleides, Sohn des Tarutillius, zugehörig zur 
neokosmischen Phyle und zum philometorischen Demos, Direktor 
(für die Verwaltung) der Lehen des hermopolitischen Gaues, an 
die Buchführer Hermaios und Genossen, Gruß zuvor. Sofern nach 
Ausweis des Lehengrundbuches für Frau Didyme genannt Soeris, 
Tochter des Ammonios, I6G4 Aruren, schreibe I6U4 Aruren, in der 
Gemarkung von Psinchanepto, zugehörig zum (ehemaligen Katöken- 
Großgrundbesitze) * des Dionysios, vorliegen (verbucht stehen), so 
buchet dieselben um auf Frau Sarapias genannt Cheneote( ), 
Tochter des Hermaios, gebürtig aus Hermupolis, wohnhaft (?) im 
(Dorfe) Tarchro( ). Nehmet für diesen Zweck die vorgeschrie 
benen Urkunden entgegen und beurkundet (den Besitzwechsel), 
wie es die Vorschrift erheischt. Im Jahre 3 des Imperator Caesar 
Domiüanus Augustus Germanicus, am 29. Phamenoth“. 
Die Ttapax^pricnç bedingt, gleichwie der Kauf, die Entrichtung 
der Wertumsatzsteuer (xéXoç ètkukXíou). Daher wird die pexernypacpii 
vermutlich nicht früher vorgenommen worden sein, als bis der 
neue Besitzer die Quittung über die bezahlte Steuer vorgewiesen 
hatte. Wenn es sich um Hausgutlehen handelt, mag diese Steuer, 
wie in ptolemäischer Zeit (siehe oben S. 248), nicht in die Staats 
kasse, sondern in die Hausgutkasse (lòioç Xóyoç) geflossen sein. 
‘ Ergänzung von Wilcken, Archiv III S. 538. 
* Lesung Wilckens, Archiv III S. 538. 
* Das große Katökengut des Dionysios war vor Zeiten in kleinere 
Teile zerschlagen worden. An den kleineren Stücken haftete immer noch der 
Name des ehemaligen großen Gutes.
	        
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