Metadata : Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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also  die  auszuzählende  Teilmasse  absondern.  Als  einfachste ­
  derartige  Regel  erweist  sich  die,  jedes;  fünfte  oder  zehnte
oder  zwanzigste  usf.  Objekt  in  gleichmäßigem  Weiterzählen
herauszugreifen.  So  ist  in  unserm  Fall  jedes  zehnte  Haus  nach
der  Reihenfolge,  wie  sie  im  Adreßbuch  verzeichnet  stehen,
in  die  Untersuchung  einbezogen  worden.  Wir  durften  uns  durch
dieses  Vorgehen  davon  überzeugt  halten,  daßi  Mietskasernen,
Villen,  große  und  kleine,  teure  und  billige  Wohnungen  der  verschiedenen ­
  Stadtlagen  ungefähr  in  gleichem  Verhältnis  wie  innerhalb ­
  der  Gesamtheit  der  Alt-Mannheimer  Grundstücke  und  Wohnungen ­
  auch  innerhalb  unseres  Zehntels  vertreten  sein  würden.
Gleichwohl  verleiht  uns  eine  solche  Annahme,  wie  dies  im
Charakter  aller  Wahrscheinlichkeitsschätzung  liegt,  noch  kein
hinreichendes  Sicherheitsgefühl  und  so  tritt  denn  die  zweite  der
beiden  oben  erwähnten  Sicherheitsmaßnahmen  in  Wirksamkeit,
die  den  Befähigungsnachweis,  als  Repräsentantin  zu  gelten,  für
die  Teilmasse  dadurch  erbringen  will,  daß  sie  deren  Uebereinstimmung
  mit  der  Gesamtmasse  wenigstens  in  gewissen  Hauptpunk ­
  ten  dartut.  Diese  Hauptpunkte  müssen  aus  einer  anderen
Quelle,  in  unserem  Falle  z.  B.  von  der  letzten  allgemeinen
Wohnungszählung  her,  bekannt  sein.  Die  nach  dieser  Anweisung
sich  ergebenden  Vergleiche  werden  an  ihrem  Ort  im  Text  gezogen ­
  werden,  daß  indessen  der  Induktionsschluß  von  der  Uebereinstimmung
  der  Hauptmerkmale  auf  jene  der  „intimen“  Untersuchungsmerkmale ­
  nur  unter  der  Voraussetzung  einer  durchgängigen, ­
  mindestens  aber  ganz  überwiegenden  Abhängigkeit
dieser  von  jenen  zulässig  ist,  darf  hier  schon  ausgesprochen
werden.  Bei  Erscheinungen  mit  weiter,  ziemlich  gleichmäßiger
Verbreitung  wird  man  einem  solchen  Schluß  größeres  Vertrauen
schenken,  als  bei  unregelmäßigeren  Begleiterscheinungen,  bei
denen  man  durch  Schicksals  Tücke  zufällig  auch  einmal  „ein
Loch  aus  dem  Emmentaler  Käse“  herausschneiden  könnte.  Auch
wenn  darum  festgestellt  wäre,  daß  die  Proportionen  der  Teilmasse
  in  Hinsicht  auf  die  bei  der  allgemeinen  Wohnungszählung
erfaßten  Hauptmerkmale  mit  jenen  der  Gesamtmasse  übereinstimmen, ­
  dürften  wir  deshalb  gleiche  Uebereinstimmung  bei  den
Merkmalen  des  Mietausfalls,  Mietzuschusses,  Hypothekzinsenrückstands ­
  usw.  erwarten?  Es  ist  nicht  abzusehen,  wie  solche  Fragen
anders  als  gefühlsmäßig  beantwortet  werden  sollten.  Wie  weit
wir  darum  auch  in  der  Sicherstellung  des  repräsentativen  Charakters ­
  der  Teilmasse  durch  Mechanisierung  der  Auswahl  und
Nachweisung  von  Analogien  bezüglich  einzelner  Merkmale  gehen
können,  immer  bleibt  ein  Gefühlsrest,  der  in  Kauf  genommen
werden  muß.
Endlich  ist  aber  noch  eines  weiteren,  Uebelstandes  zu  gedenken, ­
  der  mit  der  Methode  an  sich  nichts  zu  tun  hat,  sondern
auf  Rechnung  der  praktischen  Durchführung  kommt  und  daher
eigentlich  in  einem  der  nächsten  Abschnitte  zu  besprechen  wäre.
            
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