Full text : Sozialismus und Regierung

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Staaten  bedroht  und  unter  den  Problemen  des  Tages  das  sehr  alte  von
der  Selbsterhaltung  der  Nation  wach  erhält.  Ist  dies  erst  endgültig
geregelt,  so  werden  Armeen  und  Flotten,  ausgenommen  für  die  Zwecke
des  Sicherheitsdienstes,  verschwinden.  Das  historische  Erbe  wird
dann  nur  noch  inspirierend  wirken  und  aufhören,  eine  Gefahr  zu  sein.
Die  Grenzen  des  internationalen  Völkerrechts  werden  sich  immer
weiter  erstrecken,  umfassender  werden  die  internationalen  Abkommen
werden,  immer  häufiger  internationale  Konferenzen  und  immer  gemeinsamer ­
  die  internationalen  Aktionen.  Mit  der  Aktivität  wird  das
Organ  heranwachsen,  das  diese  Tätigkeit  nicht  allein  geschmeidig
macht,  sondern  sie  auch  unvermeidlich  steigern  wird.  So  wird  der
Nationalismus  Lassalles  und  der  Internationalismus  von  Marx  und
Fourier  auf  dem  Wege  zum  Sozialismus  durch  die  Ereignisse  gerechtfertigt ­
  und  erfüllt  werden.  Wie  der  Stamm  und  die  Nation  erstanden
sind,  wird  der  internationale  Staat  ins  Leben  treten.  Die  Politik  und
die  Ökonomie  des  Sozialismus  werden  ihm  hierin  helfen.  Das  Fundament ­
  und  die  Pfeiler  des  internationalen  Staates  müssen  etwas  mehr
sein,  als  bloßes  Gefühl.
Die  nationalen  Grenzen  sind  Gebirge  oder  Flüsse  oder  Seen,  die
den  Armeen  den  Weg  versperrten;  sie  sind  die  künstlichen  durch  Verträge ­
  gezogenen  Linien,  sie  bestimmen  die  von  den  Horden  eines  Stammes, ­
  die  sich  von  der  fernen  Heimat  losgerissen,  angesiedelten  Gebiete.
Aber  die  wirtschaftliche  Welt  kennt  wenig  von  diesen  Schranken  und
wird  in  der  Zukunft  noch  weniger  davon  wissen.  Für  den  Handel  existieren ­
  keine  Pyrenäen,  gibt  es  weder  Jude  noch  Heide.  Die  Freihandelslehre ­
  bezeichnet  in  ihrer  abstraktesten  Form  die  unvermeidliche
Bahn  des  Fortschrittes,  wenn  der  demokratische  Staat  die  Demokratie ­
  verwirklichen  soll.  Wir  können,  so  wir  wollen,  die  nationale
Schutzzollpolitik  adoptieren.  Sie  wird  unsere  Märkte  beschränken
und  unseren  Handel  einengen.  Sie  wird  zu  einer  wesentlichen  Verminderung ­
  der  Anzahl  von  Personen  führen,  die  bequem  leben  können,
obgleich  sie  sie  vor  keiner  der  industriellen  Katastrophen,  die  heute
die  Lohnarbeiter  heimsuchen,  bewahren  wird.  Aber  sie  wird  die  Entwicklung ­
  des  internationalen  Staates  eine  Zeitlang  verzögern  und  die
internationalen  Konventionen  auf  die  diplomatischen  Kompromisse,
wie  sie  die  bewaffneten  Nationalitäten  schließen,  beschränken.  Die
Gefolgschaft,  die  man  dem  Schutzzoll  als  einem  Mittel,  dem  natio ­
            
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