Asebu
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Ati
daß 5 o/o unverbrennliche Stoffe darin enthalten
sind. Bezüglich einiger technisch verwertbaren
Aschen (Knochenasche, Holzasche) vgl. die entsprechenden
Aufsätze.
Asebu (Easuiboku) sind die bitter schmekkenden,
giftigen Blätter der in China und Japan
heimischen Andromeda japonica. Der wirksame
Stoff, das Asebotoxin,Andrometoxin
oder Andromedatoxin gehört zu den Glykosiden.
Aseptin. Unter diesem Namen wird Borsäure
für Konservierungszwecke verkauft.
Doppelaseptin ist ein Gemenge von Borsäure
und Alaun. Beide Mittel sind zwar wirksam,
aber für Genußmittel zu verwerfen, da sie als
gesundheitsschädlich anzusehen sind.
Aseplinsäure, ein als Antiseptikum empfohlenes
Gemisch von Salizylsäure, Borsäure und
Wasserstoffsuperoxyd.
Aseptol (Sozolsäure) nennt man die Lösung
der Orthophenolsulfonsäure (i: 3), welche an
Stelle der Karbolsäure und Salizylsäure als Antiseptikum
benutzt wird und den Vorzug der
Mischbarkeit mit Wasser, Alkohol und Glyzerin
besitzt.
Asparagin,Amidobernsteinsäurcamid, NH 2 CO.
C 2 H 3 (NH 2 )COOH, eine farblose, durchsichtige,
in Wasser lösliche, in absolutem Alkohol unlösliche,
widerlich schmeckende Kristallmasse,
findet sich in vielen Pflanzen, namentlich im
Spargel, der Altheewurzel, Zuckerrüben.
Asphalt (Erdpech, Judenpech, Erdharz,
Bergteer, lat. Asphalturn, frz. Bitume de Judöe,
engl. Mineral pitch), ein aus schwarzen bis
braunschwarzen, bei gewöhnlicher Temperatur
harten und spröden, beim Erwärmen weich
werdenden Stücken bestehendes Naturerzeugnis
kommt in zwei Hauptsorten zum Verkehr. Der
teurere syrische A. vom Toten Meer und aus
der Gegend des Kaspischen Sees ist. rein schwarz,
glatt und glänzend und zeigt deutlich muscheligen
Bruch, während der amerikanische A.
von Trinidad, Kuba und Venezuela diesen muscheligen
Bruch nicht hat und mit einer stark abfärbenden
braunen Schicht bedeckt ist. Außerdem
findet sich noch A. gangförmig oder in
feiner Verteilung als Bestandteil des Asphaltsteins
(s. d.), aus dem er mit Lösungsmitteln
ausgezogen werden kann. Der von Mineralstoffen
befreite reine A., das sog. Bitumen, besteht
als ein Zersetzungsprodukl organischer
Stoffe nach Art des Petroleums in der Hauptsache
aus festen Kohlenwasserstoffen, welche
in Äther löslich sind, zum geringeren Teile auch
aus sauerstoffhaltigen Verbindungen (Asphaltene).
Der in der Kälte spröde und geruchlose j
A. nimmt unter gleichzeitigem Erweichen bei I
höherer Temperatur einen charakteristischen bituminösen
Geruch an. Das spez. Gew. liegt
zwischen 0,98 und 1,3, der Schmelzpunkt bei
etwa ioo°. Bei 230 0 destilliert ein Kohlenwasserstoff,
das Petroien (C 10 H,,,) über, während
Asphalten (C 30 H a2 O 3 ) zurückbleibt. An der
Luft angezündet, verbrennt A. mit leuchtender,
rußender Flamme. In Wasser ist er unlöslich,
in Alkohol wenig, in Äther teilweise, in Benzin,
Benzol, Terpentinöl völlig löslich. Das beste
Lösungsmittel ist Chloroform. Der A. findet ausgedehnte
technische Anwendung zur Herstellung
von schwarzen Lacken und, allerdings weniger
geeigneten Malerfarben, als Ätzgrund von
Kupferstichplatten und als wasserdichter Überzug
von Dächern, Wänden und Kellerräumen.
Beim Straßenbau bevorzugt man hingegen den
Asphaltstein. — Von den zahlreichen Verfälschungsmitteln
sind in erster Linie die bei der
Teerdestillation hinterbleibenden Peche (Holzteerpech,
Steinkohlenteerpech) anzuführen, auch
werden völlige Kunstasphalte aus den Rückständen
der Petroleumdestillation hergestellt.
Die erstem lassen sich meist daran erkennen,
daß sie bei der Behandlung mit Benzol, in welchem
Naturasphalt völlig löslich ist, eine erhebliche
Menge von Kohlenstoff (bis zu 200/0 und
mehr) hinterlassen, und beim Schütteln mit
960/oigem Alkohol eine stark gelbe, bläulich
fluoreszierende Lösung geben. Die Petroleumasphalte
unterscheiden sich häufig durch den
geringeren Schwefelgehalt von dem Naturprodukte,
sind aber nicht immer mit Sicherheit
nachweisbar.
Asphaltstein, ein mit etwa 8—12 0/0 Bitumen
getränkter bituminöser Kalk, der in der Schweiz
(Val de Travers), in Frankreich (Seyssel) und
bei Limmer in Hannover vorkommt, wird zur
Herstellung von Asphaltstraßen (Stampfasphalt)
benutzt und in Säcken in den Handel gebracht,
Aspirin (lat. Acidum acetylosalicylicum, frz.
Acide ac6tylsalicylique, engl. Acetylsalicylic
Acid), ein weißes Kristallpulver vom Schmelzpunkt
135 °, wird durch Erhitzen von Essigsäure
mit Salizylsäure gewonnen und ist in chemischer
Hinsicht Azetylsalizylsäure. Es dient als Ersatz
der Salizylsäure bei der Behandlung von Gelenkrheumatismus,
Nervenleiden und zahlreichen
anderen Krankheiten. Der Name ist gesetzlich
geschützt.
Aßmannshäuser, der beste deutsche Rotwein
aus dem Rheingau, heller als die französischen
Rotweine, jedoch von intensiverer Färbung als
die meisten roten Ahrweine und von mildem
Geschmack, enthält in 100 ccm etwa 10 g Alkohol,
3,5 g Extrakt und 0,6 g Säure.
Asthmamittel. Zur Behebung der Atemnot
werden in erster Linie die Blätter und das Extrakt
von Stramonium (s. Stechapfel) angewandt,
welche zwar nach Husemann nicht
direkt auf das Atemzentrum einwirken, aber
manchmal wegen ihres günstigen Einflusses auf
das Gehirn Linderung herbeiführen. Sie gelangen,
vielfach auch im Gemische mit Belladonna
(s. d.), Bilsenkraut (s. d.), Hanf (s. d.) und Opium,
entweder in Form voh Zigarren und Zigaretten
(Cigarcttes antiasthmatiques d’Espic) oder
auch als Räucherpulver (Asthmapulver, Asthmapapier,
Asthmaräucherkerzen), zur Anwendung.
Neben den vorgenannten Drogen sind noch
Salpeter, Jodkalium, Arsensäure, Chloralhydrat
u. a. als Bestandteile von A. aufgefunden worden.
Astralöl, ein aus Neuyork in den Handel kommendes,
sorgfältig raffiniertes Petroleum, ist
völlig farblos, wasserhell und fast geruchlos.
Das spez. Gew. beträgt 0,781, der Entflammungspunkt
68°.
Ati (malaiisch), Galeh (sudanesisch), das rote
feste Holz eines zur Familie der Rubiazeen
gehörigen Baumes, Nauclea grandifolia, von