Full text : Die Eisenindustrie in Südrußland

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Da  die  Werke  ihrer  Lage  nach  entweder  Steinkohle  oder  Eisenerz,
einige  auch  beide  Rohstoffe  aus  bedeutender  Entfernung  herbeischaffen ­
  müssen,  so  spielen  in  Südrußland  die  Transportkosten  der
Rohstoffe  eine  große  Rolle.  Man  braucht  für  den  Transport  der  zur
Schmelzung  eines  Puds  Roheisen  notwendigen  Menge  Eisenerz  und
Steinkohle  an  Kopeken 1 :

Werke

für  Steinkohle

für  Eisenerz

Zusammen

Hughes-  Werke  '

0,02

7,55

7,67

Petrowsk-0,003



8,15

8,15

Druschkowsk-2.51



7,20

9,71

Makejewsk-V



0,01

9,25

9,26

Donez-Juriewsk-1,25



10,05

11.30

Kramatorowsk-2,49



7,69

10,18

Dnjepr-10,91



3,19

14.10

Alexander-10,43



3,53

13,96

Gdanzewsk-11,12



0,12

11.24

Russ.  Providence-6,62



5,09

11,71

Taganrog-V



8,60

4,28

13,48

Die  günstigsten  Verhältnisse  hinsichtlich  der  Transportkosten
haben  also  das  Donezbassin,  und  besonders  diejenigen  Werke,  welche
die  Steinkohle  in  ihrer  Nähe  haben,  wie  das  Petrowsk-Werk,  Hughes-Werk
  usw.
Die  wichtigsten  Zusätze  sind  bei  der  Eisenproduktion  Mangan
und  Kalk,  dann  kommt  feuerfester  Ton  usw.
Die  Mangangruben  befinden  sich  im  Gouvernement  Jekaterinoslaw
und  im  Kaukasus;  meistenteils  werden  Jekaterinoslaw-Manganerze
von  den  Werken  verwendet.
Kalk»  befindet  sich  ebenfalls  im  Gouvernement  Jekaterinoslaw,
und  wird  von  einigen  Gesellschaften,  wie  z.  B.  Dniepr-Ä.-G.,  aus
eigenen  Kalkbrüchen  gewonnen.
b)  Arbeitskräfte 1  2 .
„Die  Präge,  wie  die  nötigen  Arbeitskräfte  zu  bekommen  sind,
ist  die  schwächste  Seite  -der  Donez-Eisenindustrie“  —  schrieb  Tieme
im  Jahre  1889 3 .  Und  in  Wirklichkeit  machte  anfänglich  der  Mangel

1  (rornosawodski  Listok,  1908,  Nr.  125  (russisch).
2  Wir  betrachten  in  diesem  Unterkapitel  die  Arbeitskräfte  nur  als  Kostenelement ­
  bei  der  Produktion.  Auf  die  Betrachtung  der  wirtschaftlichen  und
sozialen  Lage  der  südrussischen  Arbeiter  —  die  sonst  eine  gesonderte  Untersuchung ­
  erforderte  -—  müssen  wir  leider  wegen  des  Mangels  an  Material  und
wegen  seiner  Untauglichkeit  verzichten.
3  Tieme,  a.  a.  0.,  Gorn.  Journ.  1889,  Bd.  II,  8.  239.
            
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