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hervor. Eine Obliegenheit des Nürnberger Faktors ist die
Leitung der Geschäfte dort. Nach Nürnberg geht auch ein
großer Teil der in Frankfurt nicht verkauften Waren zurück.
Die Jahresrechnung Lutz Geßlers schließt auch eine zu
sammenfassende Abrechnung über die Frankfurter Ge
schäfte auf den beiden Messen des Jahres ein. In die Fasten
messe kommen an Safran 1960 Pf. Ort aus Aragon,
425 Pf. Tuschgan,
492 Pf. Zima aus Mailand.
An Ort wird ca. 1160 Pf. verkauft, von dem Rest 370
Pf. nach Nürnberg transportiert Aus ca. 130 Pf. Zima
löst man 411 fl. 11 s., im ganzen betragen die Einnahmen
aus Safran 4046 fl. 27 s. Die Frankfurter Herbstmesse bringt
zum Verkauf 1620 Pf. Ort von Aragon, von dem 641 Pf.
verkauft werden. Vom Rest empfängt Nürnberg 680 Pf.
Die Preise für Ort sind in der Fastenmesse ziemlich niedrig,
meist 3 fl. % Ort. Um diese Zeit ist vielleicht schon der
größere Teil der herbstlichen Ernten auf dem deutschen
Markt. In der Herbstmesse sind die Preise höher, den Er
wartungen entsprechend, meist 3% fl. Der nicht verkaufte
Zima und Tuschgan wird nach Flandern gesandt. Größere
Mengen kauft u. a. die Frankfurter Firma Blum ‘) und ein
Gossenbrot von Augsburg. 1478 verkauften die Ravens
burger von 12 Ballen Ort 9 auf der Herbstmesse; außerdem
stellten sie zum Verkauf 6 Ballen Zima und drei Ballen
Mark 2 ). Firmen, die neben den Ravensburgern mit Safran
auf den Frankfurter Messen erscheinen, sind 1478 die Möt-
teli mit 6, die Wißland mit 2 Ballen '), 1497 Jörg Hornung
und Plans Bär von Basel * 4 ), 1500 die Hochreutiner, Züg, Zol-
lykoffer, Schlüsselfelder, Sperer 5 ). 1507 beträgt der Ge
samtverkauf auf der Messe 60 Ballen trotz sehr hoher
Preise '). Ziemliche Quantitäten von Safran führen die
Ravensburger auch auf die Nördlinger Messen. 1481 lösen
sie hier aus Ortsafran 757 fl. 32 s. ’).
1) Siehe auch Rav. Pap. 81. 2) Rav. Pap. 61.
3) Rav. Pap. 61. 4) Rav. Pap. 71.
5) Rav. Pap. 72. 6) Rav. Pap. 77.
7) Rav. Pap. 70.