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sind für elektrischen Betrieb eingerichtet, und jedes
Jahr werden neue Strecken elektrifiziert. Die Kraft
anlagen und der Umbau des gesamten Bahnnetzes
erfordern einige hundert Millionen Franken. Die
geeigneten Wasserkräfte sind ungleichmäßig über das.Wasserkräfte
Land verteilt. Das westliche Mittelland und die
Nordwest-Schweiz verfügen über nur ungenügende
Kräfte und machen kostspielige Zuleitungen aus
den von der Natur begünstigten Landesteilen not
wendig. Es wird geschätzt, daß sich im Anfang
die Kosten des elektrischen Betriebes gegenüber dem
Dampfbetrieb nur mäßig vermindern (höchstens um
V 4 ). Für die Zukunft wird die Rechnung um
vieles günstiger, schon darum, weil die Kohlenprcise
und damit auch die Betriebskosten der Dampfbah
nen steigen. Der Übergang zur Elektrizität soll
die schweizerischen Bahnen aus der drückenden Ab
hängigkeit von den ausländischen Kohlengruben lö
sen. Sind die Wasserkräfte auch nicht umsonst zu
haben, so bleiben doch die aufgewendeten Summen
dem Lande erbalten. Sie konimen größtenteils der
heimischen elektrischen Industrie zugute, die durch
den Umbau auf Jahre hinaus reiche und lohnende
Arbeit erhält. Für den elektrischen Betrieb der Bun
desbahnen sind bereits die Wasserkräfte am Tessin,
der obern Rcuß und von dem projektierten
Stausee der Sihl bei Einsiedeln (Etzelwerk) ge-