Full text : Die Schweiz

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den  starken  Anteil  des  unproduktiven  Bodens  gleich
ungünstig  gestellt  wie  das  benachbarte  Wallis"  und
Uri,  hat  eine  durchschnittlich  geringe  Einwohnerzahl; ­
  eine  ansehnliche  Volksverdichtung  besteht  nur
in  den  vom  Fremdenverkehr  bevorzugten  Talschaf--ten
  am  Brienzer-  und  Thunersee  und  in  den  westlichen, ­
  alpwirtschaftlich  bedeutenden  Tälern.
Von  einer  gewissen  Übereinstimmung  der  Berner ­
  Alpen  mit  den  Walliser  Alpen  war  schon  einmal ­
  die  Rede  (Seite  8).  Die  Hauptgipsel  der
stark  vergletscherten  Stammkette  entsenden  seitliche
Ketten,  die  Voralpen,  nordwärts  zum  Brienzerund
  Thunersee  in  der  Aaretalfurchc;  zwischen  den
Bergzügen  dringen  die  Seitentäler  der  Aare  an  den
Hauptkamm  des  Gebirges  heran.  Die  Gipfel  fallen
mit  gewaltiger  Steilwand  zu  den  Talhintergründen ­
  und  zu  den  Voralpen  ab,  die  meist  mit  einer
Einsattelung  an  die  Hauptkette  anschließen  uub  nirgends ­
  in  die  Schnceregion  hinausragen.  Die  Schneegrenze ­
  liegt  in  den  Berner  Alpen  bei  2900  ni.
Der  Nadelwald  verkleidet  die  Berghalden,  erreicht
aber  durchschnitilich  bei  1800  —1900  ni  seine
obere  Grenze;  die  Kämme  der  Voralpen  liegen  in  der
Weidenregion.
Haölital  Der  Oberlauf  der  Aare  liegt  im  östlichsten  der
zahlreichen  Qnertäler  des  Berner  Oberlandes,  im
Haslital.  Nahe  der  Grimselftraße,  die  über  eine
bequeme  Einsattelung  der  Hauptkette  hinweg  den
Zugang  zur  Rhonequelle  gewinnt,  entspringt  die
Aare  an  den  mvränenbedeckten  Eiszungen  des  obern
und  des  untern  Aaregletschers,  die  vom  höchsten
Gipfel  der  Berner  Alpen,  dem  Finsteraarhorn  4275
in,  herabsteigen.  Die  Umgebung  des  Grimselhospizes
  zeigt  in  den  geschrammten  und  zu  Rundbuckeln
niedergeschliffenen  Felspartien  in  schönster  Weise
die  Tätigkeit  der  eiszeitlichen  Gletscher.  Der  obere
Teil  des  in  seinem  ganzen  Verlauf  stufenförmig
            
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