Full text: Die Schweiz

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Düngung 
hin den felsigen Grund des Molasselandes und bie 
tet für den Anbau einen fetten, schweren und tief 
gründigen Boden. Dazwischen breiten sich, aus Kies, 
Sand und Schlamm aufgeschüttet, die Ebenen ein 
stiger oder jetzt fließender Gewässer aus. Sie tragen 
auf ihrem trockenen, wasserdurchlässigen und son 
nenwarmen Boden vor allem Kartoffel- und Rog 
genfelder, die hier die günstigsten Bedingungen fin 
den. Wo dagegen die Ackererde nur aus einer 
dünnen Verwitterungsschicht des Molassefelsens be 
steht, da liegen magere, steinige und sandige Felder. 
Sie stehen in einem auffälligen Gegensatz zu dem 
fruchtbaren Moräncngrund der alten Gletscher- 
böden. Wärme und Feuchtigkeit sind nach Höhe und 
Lage des Landes sehr ungleich bemessen. Das alles 
bedingt eine große Mannigfaltigkeit im Bodenbau; 
auf verhältnismäßig beschränktem Raum können 
ganz verschiedenartige Kulturpflanzen gezogen 
werden. 
Der Moränenboden, gebildet aus dem Urge 
steins- und Kalkschutt der Alpen, und der Nagel- 
fluh- und Sandsteinboden sind arm an der als 
Pflanzennährstoff wichtigen Phosphorsäure. Durch 
phosphathaltigc Düngmittel kann der Mangel be 
hoben werden. Unter den künstlichen Düngmittcln 
nehmen daher die Phosphate eine erste Stelle ein. 
Die aus dem Urgestein verwitterte Erde ist dagegen 
reich an Kali. Für die Bodenverbesserung kommt 
vor allem der natürliche Dünger in Betracht, der 
mit der Zunahme des Viehstandes in immer größe 
rer Menge verwendet wird. Sein Wert wird auf 
150 Millionen Franken geschätzt; dabei ist immer 
hin zu sagen, daß stellenweise der Dünger nur man 
gelhaft genutzt wird, so daß dem Kulturboden bei 
weitem nicht der ganze Wert zugute kommt. Künst 
lichen Dünger bezieht die Schweiz aus dem Aus 
land für jährlich 10 Millionen Franken. Dazu
	        
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