Full text : Die Schweiz

Nur  in  geringem  Maß  vermag  die  R  i  n  d  v  i  e  h-  satatstm«
mast  dem  heimischen  Fleischbcdarf  zu  genügen,  so
daß  eine  Einfuhr  von  Schlachtvieh  für  38  Mill.
Franken  nötig  wird.  Zum  Teil  tritt  hier  die
Schweinezucht  in  die  Lücke.  Sie  verwertet  neben  den  sch,°«i,,-.
Kartoffeln  besonders  die  Käsereiabfälle.  In  An-  mo *‘
lehnung  an  die  gesteigerte  Milchwirtschaft  hat  sich
der  Schweinebcstand  innert  30  Jahren  verdoppelt.
Mit  dem  Ackerland  hat  die  Pferdezucht  an  PUrd-Bedeutung
  eingebüßt.  Die  Freiberge  im  Jura  liefern ­
  der  Landwirtschaft  ausdauernde  Arbeitstiere.
Die  Armeepferde  müssen  dagegen  aus  dem  Auslande
bezogen  werden.
Seitdem  die  Schafzucht  Australiens,  Südafri-  >,»r
kas  und  Argentiniens  die  Wollpreisc  herunter-  3lt9 °'
drückt,  geht  der  Schafbestand  unseres  Landes
gleich  wie  im  übrigen  Nordwesteuropa  zurück.  Im
Mittclland  muß  der  Graswuchs  immer  ausschließlicher ­
  der  Milchgewinnung  dienen;  so  wird  das
Schaf  mehr  und  mehr  in  die  dem  Rind  unzugänglichen ­
  höchsten  Weidenregionen  zurückgedrängt.
Ebenso  sind  die  Ziegen  am  stärksten  in  den  alpwirtschaftlichen
  Gebieten  vertreten;  im  Saanenland
wird  der  Aufzucht  von  Rassetieren  große  Aufmerk
samkeit  zugewendet.
Die  Geflügelzucht  vermag  bei  weitem  «cfiiigu,»,»
nicht,  den  großen  Bedarf  an  Eiern  zu  decken.  Die  €Lr
Einfuhr  an  Eiern  macht  jährlich  bei  15  Mill.  Fr.
aus.  Die  körnerreichen  Länder  Südeuropas,  Ungarn ­
  und  die  Balkanstaaten,  sowie  Norditalien  sind
die  bedeutendsten  Lieferanten.
Endlich  sei  noch  die  Bienenzucht  erwähnt,  «lown
die  überall  verbreitet,  doch  besonders  in  einzelnen
Landesteilen,  wie  z.  B.  Graubünden,  große  Erträge
an  feinaromatischcm  Honig  abwirft.
            
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