Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

668 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
Selbstverständlich ist der Gedanke, den das Wort „solidarite“ — 
Solidarität — ausdrückt, nämlich daß alle Menschen ein Ganzes 
bilden, wie die Glieder eines selben Körpers, nichts neues. Im Alter 
tum haben schon der Apostel Paulus und Markus Aurelius, ohne von 
der bekannten Parabel des Menenius Agrippa zu sprechen, den Ge 
danken in ungefähr der gleichen Weise ausgedrückt 1 ). 
Eine andere Art von Solidarität, die sich nicht im Kaum, sondern 
in der Zeit erkennen läßt, die die Toten mit den Lebendigen durch 
die Erblichkeit der Tugend oder der Laster verbindet, war ebenfalls 
von den Alten nicht unbemerkt geblieben. Ohne vom Dogma der 
Erbsünde zu sprechen, dem furchtbarsten Beispiel der Solidarität, 
das die Geschichte der Ideen jemals aufzuzeichnen gehabt hat, ge 
nügt es den Vers des Horaz anzuführen: 
Delicta majorum immeritus lues. 
Nicht nur als philosophische Idee oder als Dogma hat sich die 
Solidarität in der Vergangenheit behauptet; sie ist auch in Taten ver 
wirklicht, durch Gesetz, Religion und Sitte geheiligt worden und zwar 
nachdrücklicher als es heute geschieht: es genügt auf die kollektive 
Verantwortlichkeit aller Mitglieder der Familie im Kriminalrecht 
hinzuweisen, die noch heute in der korsischen Vendetta lebt. 
Schließlich gibt es noch eine andere Form der Solidarität, auf 
die bereits lange vor Smith’s prachtvoller Darstellung griechische 
Denker hingewiesen haben — die Arbeitsteilung, die Abhängigkeit 
aller von allen in der Befriedigung ihrer Bedürfnisse (siehe oben 
SS. 65—66). 
So war also die Solidarität, obgleich sie noch keinen Namen 
trug, schon in ihren hauptsächlichsten Ausdrucksformen bekannt: 
biologisch, soziologisch, moralisch, religiös, juristisch und wirtschaft 
lich, — aber jede dieser Formen erschien vereinzelt und ohne not 
wendige Verbindung mit den anderen. Erst in der Mitte des 
19. Jahrhunderts hat man unter dieser Vielfältigkeit die Einheit eines 
materiellen und moralischen Größe der Gesellschaften, — das in einem Wort be 
schlossen liegt: Solidarität“. 
Dehbbme, der Begründer der Bewegung für Volks-Universitäten schreibt: 
„Wir müssen die Torheit der Solidarität ergreifen, wie die Märtyrer die Torheit 
Christi ergriffen. Es handelt sich darum, die Demokratie zu organisieren . . .“ (La 
Cooperation des Idees, vom 16. Juni 1900). 
*) „Denn gleicher Weise, als wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber 
alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben, — also sind wir viele ein Leib in Christo, 
aber untereinander ist einer des anderen Glied“ (Römer 12, 4—5). 
„Das gleiche Einheitsverhältnis, das die Glieder des Körpers untereinander 
haben, haben auch die vernünftigen Wesen untereinander, weil sie, obgleich von 
einander getrennt, dazu geschaffen sind, an einem gemeinsamen Werk zu arbeiten“ 
(Mahoüs Aurelius, VII, 13).
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.