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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

710 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
sonen zumeist auf dem Elend — indirekt also auf dem Eigentum r ) —, 
und da die wesentliche Funktion der Kegiernng der Schutz des 
Eigentums ist, so sind die Gesetze, die sie beschützen, hauptsächlich 
Gesetze zum Schutze des Besitzes. 
Das Eigentum nun — und in diesem Punkt begnügen sich die 
Anarchisten damit, die Kritik der Sozialisten unverändert zu über 
nehmen * 2 ) — ist nichts anderes als die Organisation der Ausbeutung, 
indem eine Minderheit von Besitzern durch sie die Massen in einer 
.ewigen Versklavung hält, und sie dazu zwingt, für ein Spottgeld zu 
arbeiten, während sie selbst sich die Muße, die Annehmlichkeiten 
des Luxus und der Kultur und alle Wohltaten der Zivilisation vor 
behält. Das Privateigentum ist das Privilegium par excellence, von 
dem alle anderen abstammen. Der Staat ist weiter nichts als die 
Schutzmauer des Eigentums. „Ausbeutung und Kegierung,“ 
5 ) „Die Gesellschaft fabriziert selbst jeden Tag Wesen, die unfähig sind, ein 
ehrliches Leben der Arbeit zu führen, Wesen, die mit antisozialen Gefühlen getränkt 
sind.“ Kkopoikin, angeführt von Bltzbacher, op. cit. S. 221. „Da die Organi 
sation der Gesellschaft stets und überall die einzige Ursache der von den Menschen 
verübten Verbrechen ist, so ist es eine Heuchelei oder eine klare Widersinnigkeit 
von seiten der Gesellschaft, die Verbrecher zu bestrafen, denn eine jede Strafe setzt 
die Schuld voraus, und die Verbrecher sind niemals schuldig . . . Wir leugnen den 
freien Willen und das angebliche Kecht der Gesellschaft, Strafen zu verhängen . . . 
Jedes menschliche Individuum ist das unwillkürliche Produkt eines natürlichen und 
sozialen Milieus, in dem es geboren worden ist, sich entwickelt hat, und dessen 
Einfluli fortgesetzt auf ihm lastet. Die drei groben Ursachen der menschlichen 
Iramoralität sind: Ungleichheit, sowohl im politischen wie im wirtschaftlichen und 
sozialen Sinne; Unwissenheit, die sich mit Naturnotwendigkeit daraus ergibt, und ihre 
notwendige Folgeerscheinung: Sklaverei“ (Bakunin, Programme de l’Alliance 
im Social-politischen Briefwechsel, S. 332—333). 
„Das Eigentum und das Elend sind die großen Grundursachen der Verbrechen ... 
Wenn nun die schlechte soziale Organisation die Grundursache der Verbrechen ist, so 
müssen sie mit ihr verschwinden“ (Jean Grave, La Societe future S. 137—138). 
2 ) „Muß man denn“, sagt Bakunin, „die unwiderstehlichen Argumente des 
Sozialismus wiederholen, Argumente, deren Zerstörung bisher keinem bürgerlichen 
Volkswirtschaftler gelungen ist? Was ist denn das Eigentum, was ist denn das 
Kapital in ihrer heutigen Form? Für den Kapitalisten und für den Eigen 
tümer ist es die vom Staate garantierte und beschützte Macht und das Eecht, ohne 
Arbeit zu leben; und da weder das Eigentum noch das Kapital auch nur das geringste 
erzeugen, wenn sie nicht durch die Arbeit befruchtet sind, so bedeutet dies die 
Macht und das Eecht, von der Arbeit anderer zu leben, die Arbeit derer auszubeuten, 
die, ohne Eigentum und ohne Kapital, gezwungen sind, ihre produktiven Kräfte den 
glücklichen Besitzern des einen oder des anderen zu verkaufen“ (CEuvres, B. III, 
S. 191). Vgl. auch Kropotkin, La Conquete du Pain: „Häuft nur die Beispiele, 
wählt sie aus wo ihr wollt; denkt einmal nach über den Ursprung all der großen 
und kleinen Vermögen, ob sie nun vom Handel, der Bank, der Industrie oder dem 
Boden herkommen. Überall werdet ihr feststellen, daß der Reichtum der einen aus 
dem Elend der anderen besteht.“ S. 56. Dieser Satz faßt eine ganze lange, vor 
hergehende Beweisführung zusammen.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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