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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

41 
Einen kleinen, aber doch nicht zu übersehenden Posten bilden die 
Abdeckerleder oder gefallenen Häute, d. h. die Häute von gefallenen 
Tieren. Durch dieses Hautmaterial kam der mittelalterliche Gerber in 
Berührung mit dem Schinder, aber Unehrlichkeitsfolgen ergaben sich 
dennoch nicht aus der Verarbeitung derartiger Häute, wenn dieselben, 
was meist geschah, korporativ von der Zunft gekauft wurden. So hatte 
z. B. in Würzburg 1580 Z der jüngste Meister derartige Häute zu 
besichtigen, dem Handwerk anzuzeigen, im Namen des Handwerks den 
Kauf abzuschließen und sie dann an die Meister möglichst gleichmäßig 
zu verteilen. Ich habe bereits oben bei den Pferden darauf hingewiesen, 
wie die geschlossenen Territorialwirtschaften des ausgehenden Mittel 
alters sogar eine gewisse Organisation für den Konsum der gefallenen 
Häute eingeführt hatten. Natürlich stammen gefallene Häute fast aus 
schließlich von alten oder krankhaften Tieren; es war deshalb meist 
auch die Haut irgendwie alteriert, und infolgedessen ist auch das daraus 
hergestellte Leder oft nicht einwandfrei. So erklärt es sich, daß die 
Verwendung solcher Häute für besondere Fälle sich als unzweckmäßig 
erweisen mußte, und damit wird es verständlich, daß die hauptsächlich 
auf Export produzierenden Länder schon des Mittelalters im Interesse 
des guten Rufes ihrer Ware das Abdeckerleder als minderwertig und 
für solche Exportwaren als unzulässig erklärten. Als Beispiel sei hier 
angeführt eine Verordnung, welche zu Toledo durch die katholischen 
Könige am 17. Juni 1502 den Guadamacileros gegeben wurde, laut 
welcher die Felle für lederne Tapeten nur von getöteten und nicht von 
gefallenen Tieren stammen sollten 2 ). 
Damit sind die wesentlichsten Gesichtspunkte besprochen, nach welchen 
eine Klassifizierung der Häute und Felle stattfindet, und wir haben nun 
mehr die hier einschlägigen Hautmaterialien kennen gelernt. Schon aus 
dieser einleitenden Betrachtung haben wir gesehen, wie von je und auf 
den niedrigsten Kulturstufen dieses Material den Menschen sich zur 
Verfügung stellte, indem es gewissermaßen als trennende Schranke 
zwischen seinen Bedarf und feine Bedarfsdeckung von Natur aus ein 
geschoben ward. Denn von Natur als Schutzorgan der Tiere aus 
gebildet, muß diese natürliche Panzerung jedesmal erst verletzt und 
beseitigt werden, ehe die in ihr geborgenen Nahrungsstoffe zur Ver 
fügung stehen; damit führt die Jagd sowohl wie auch das Zerlegen 
der Tiere zu einer genauen Kenntnis des Hautmaterials, zu einer 
Kenntnis auch seiner dickeren und dünneren Stellen, und so wird es 
verständlich, daß wir schon bei primitiven Völkern eine Auswahl nicht 
nur nach Tiergattung, nach Alter und Geschlecht, sondern auch nach 
einzelnenTeilender Haut beobachten. Die Eskimos verfertigten aus 
2 ) Davillier 1878, S. 22. 
‘) Würzburg 1580, S. 490.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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