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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

— 23 — 
Angestellte sind. Zahlreich ist dann wieder die Beteiligung der Töchter von 
Handwerkern, Gast- und Landwirten; auch für die Arbeiter- und Unter 
beamtentochter gewinnt die Tätigkeit als Kontoristin an Bedeutung. 
Da die Tätigkeit im Kontor in höherer Achtung steht als die im 
Verkauf, ist der Anteil der höheren Schichten beim Verkaufspersonal 
bedeutend geringer. Bei dem Mittelstand ist der Unterschied kleiner, 
wohl aber ist die Beteiligung der besseren Kreise innerhalb dieser 
Gruppe geringer. Die Gruppe der kaufmännischen Angestellten ist 
hier ähnlich gering vertreten wie beim Kontorpersonal. Auch bei 
den Handwerkertöchtem bleibt die Beteiligung fast gleich. Hier ist 
die fast gleiche Einschätzung der Tätigkeit im Verkauf und Kontor 
wohl daraus zu erklären, daß die Töchter von Handwerkern und Gast 
wirten im Verkehr mit dem kaufenden Publikum von Kindheit an geübt 
sind und diese Fertigkeit verwenden, um die Kosten für die Ausbildung 
zu sparen. Ganz bedeutend stärker als beim Kontorpersonal ist beim 
Verkaufspersonal die Arbeitertochter vertreten. Es besteht in Arbeiter 
kreisen vielfach das Bestreben, die Tochter möglichst nicht Arbeiterin 
werden, sondern den kaufmännischen Beruf ergreifen zu lassen. Vor 
allem macht sich bis jetzt diese Bewegung in den Kreisen der gelernten 
Arbeiter geltend. Die untersten Schichten der Bevölkerung sind es 
also immerhin noch nicht, die die Kontorstellen besetzen. Der Beruf 
als Verkäuferin wird aber doch mehr und mehr fast ein Vorrecht der 
niederen Klassen, die Tochter höherer Stände wendet sich mehr der 
Tätigkeit im Kontor zu. 
Einen Überblick über die Verschiebung in der Beteiligung der 
einzelnen Kreise gibt eine Gegenüberstellung dieser Tabelle mit einer 
Statistik des „Kaufmännischen Verbandes“ aus dem Jahr 1897. 
Es waren 
beim 
beim 
Töchter von 
Büropersonal 
Verkaufspersonal 
1897 
1903 
1897 
1903 
% 
«/o 
% 
% 
1. Höheren Beamten, Ärzten u. a. 
11,0 
7,0 
2,8 
2,6 
2. Fabrikanten, Kaufleuten u. ä. . 
37,6 
32,5 
24,5 
20,0 
3. Subalternbeamten 
8,4 
10,0 
3,6 
4,5 
4. Kaufmännischen Angestellten. . 
5. Handwerkern, Gast- und Land- 
2,5 
3,8 
2,4 
3,1 
wirten u. ä. 
24,3 
21,4 
31,8 
22,0 
6. Werkführern, Inspektoren . . . 
3,5 
3,8 
6,5 
2,6 
7. Unterbeamten 
4,7 
7,4 
12,3 
8,7 
8. Gesellen, Arbeitern, Dienern . . 
4,1 
10,1 
13,1 
33,6 
9. Sonstigen Angestellten 
10. Verschiedenen (Rentiers, Ver- 
0,6 
0,8 
0,6 
1,0 
waltern u. ä.) 
2,7 
2,8 
2,2 
1,0
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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