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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

-Kapitel I. Sismondi und die Ursprünge der kritischen Schule. 
197 
dann ein, wenn ihrer Einführung- ein Wachstum der Einkünfte und infolge 
dessen eine neue Arbeitsmöglichkeit für die Arbeiter, deren Stelle sie 
eingenommen haben, vorausgegangen ist. „Selbstverständlich wird 
niemand bezweifeln, daß ein Vorteil darin liegt, einen Menschen durch 
eine Maschine zu ersetzen, aber nur, solange dieser Mensch anderweit 
Arbeit findet 1 ).“ 
Das bestritten aucl weder Ricardo noch Say, aber sie behaupteten, 
daß es gerade die Wirkung der Maschinen sein würde, stets an irgend 
einer Stelle diese Arbeitsnachfrage hervorzurufen. Sismondi wird in seiner 
Beweisführung von der gleichen falschen Idee beherrscht, die ihn vorher 
die Möglichkeit einer allgemeinen Überproduktion hat annehmen lassen: 
der Idee, daß einer Produktionsvermehrung, die nützlich sein soll, stets 
eine neue Nachfrage vorausgehen muß; er will nicht zugehen, daß 
indirekt die Vermehrung der Produktion an sich diese Nachfrage schafft. 
Was aber Wahres an dem Gesichtspunkte Sismondi’s ist — und 
man kann nie genug darauf hinweisen, — das ist sein Protest gegen die 
Gleichgültigkeit der Klassiker angesichts der Leiden, die die Übergangs 
perioden mit sich bringen. 
Die klassischen Volks Wirtschaftler haben oft das von der Groß- 
mdustrie geschaffene Elend mit demselben Gleichmut betrachtet, mit 
dem die Anhänger Marx’ die Katastrophen der Zukunft im Zusammen 
hang mit der notwendigen Revolution ins Auge fassen. 
Zusammen mit vielen anderen Ähnlichkeiten zwischen den Marxisten 
Un d den Klassikern ist dies eine der auffälligsten. Sind die Vollkommen 
heiten der neuen Gesellschaftsordnung nicht einige Opfer wert? Sismondi 
a her ist Historiker. Er interessiert sich gerade für diese Perioden des 
') Nouv. Princ., I, S. 399. Hier muß das berühmte Argument der Kurbel an 
geführt werden; Sismondi fragt: „Wenn es England gelingen sollte, alle Arbeit aut 
seinen Feldern und in seinen Städten von Dampfmaschinen ausführen zu lassen und 
nur soviel Bewohner zu haben, wie die Republik Genf, gleichzeitig aber dieselbe 
Produktionsmenge und dasselbe Einkommen, wie heute, müßte man es dann reicher 
«der ärmer als heute nennen? Ricardo sagt ja. — Folglich ist der Reichtum alles, 
der Mensch absolut nichts ? Dann müßte man wahrhaftig wünschen, daß der wenig 
a >lein auf seiner Insel lebe und durch das beständige Drehen einer Kurbel automatisch 
alle Arbeit in England verrichten lasse“ (II, S. 329). Man kann auf den so formulierten 
Einwurf antworten, daß die Gemeinschaft, lange ehe dieser Zustand eintreten könne, 
S1 ch aller Maschinen bemächtigt haben wird, um ihre Erzeugnisse unter ihre Mitglieder 
zu verteilen. Die Annahme, daß ein Teil der Bevölkerung ruhig Hungers sterben werde, 
"'ährend der andere Teil fortfährt, die gleiche Menge Erzeugnisse, wie früher herzu 
stellen, ist widersinnig. Im Grunde genommen aber, wenn man die paradoxale norm 
außer acht läßt, ist die Frage Sismondi’s nicht zu lösen. Was ist das bessere Gleich 
gewicht zwischen Produktion und Bevölkerung? Soll man eine schnell wachsende 
Bevölkerung, deren Reichtum nur wenig wächst, einer stationären oder sogar geringer 
^erdenden Bevölkerung, deren Wohlstand sehr groß ist, vorziehen? Jedem steht hier 
<he Wahl frei. Die Wissenschaft hat kein Kriterium dafür.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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