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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

226 
Zweites Bach. Die Gegner. 
Frankreich, haben wir gesagt, wird zu einer großen’Fabrik. „Dia 
wichtigsten Arbeiten in einer Fabrik bestehen aber zunächst darin, die 
Fabrikationsmethoden zu bestimmen, weiterhin die Interessen der Unter 
nehmer mit denen der Arbeiter einerseits, mit denen der Verbraucher 
andererseits in Übereinstimmung zu bringen.“ So gibt es auch in der 
industriellen Ordnung Platz für eine Regierung, aber für eine Regierung 
von ganz besonderer Art: nämlich eine Verwaltung der Sachen, deren 
wir bedürfen, anstatt eine Regierung der Menschen 1 ). Die Politik soll nicht 
verschwinden, muß sich aber umformen. Sie wird zu einer „positiven 
Wissenschaft“, „zur Wissenschaft der Produktion, das heißt zu einer 
Wissenschaft, deren Gegenstand die allen Produktionszweigen günstigste 
Ordnung der Dinge ist“ 2 ). „Unter der alten Ordnung mußten die wesent 
lichen Maßnahmen sich damit beschäftigen, die Gewalt der Regierung 
zu steigern, die Macht der oberen Klassen über die unteren so fest wie 
möglich zu etablieren. . . . Unter der neuen Ordnung aber müssen die 
wesentlichen Maßregeln im Gegenteil darauf gerichtet sein, die von der 
Gesellschaft für die physische und moralische Verbesserung der Lebens- 
den sozialen Wohlstand Einfluß auszuüben, kein anderes wirkliches Ergebnis gezeitigt 
haben, als ihm Abbruch zu tun; aus dieser Tatsache ist der Ausdruck entstanden, 
daß Regierungen nichts Besseres für das Wohl der Gesellschaft tun können, als sich 
nicht damit zu befassen. Wenn auch diese Ansicht richtig ist, solange man 
sie vom Standpunkt des bestehenden politischen Systems betrachtet, 
so ist sie doch selbstverständlich falsch, sobald man sie im absoluten 
Sinne auffaßt; sie kann in dieser Weise nur bestehen bleiben, solange 
man nicht zu der Idee eines anderen politischen Systems gelangt ist“ 
(L’Organisateur, CEuvres compl. IV, S. 201). 
Späterhin gehen die Saint-Simonisten von diesem Gedanken aus, um die Leitung 
aller sozialen Beziehungen durch die Regierung zu fordern. „Weit davon entfernt, 
zuzugeben, daß man sich vornehmen muß, den leitenden Einfluß innerhalb der Gesell 
schaften zu beschränken, glauben wir, daß er sich auf Alles erstrecken 
sollte, daß er stets gewärtig sein muß, denn für uns ist jede wirkliche Gesellschaft 
eine Hierarchie“ (Exposition de la doctrine de Saint-Simon, 2. Jahr, Paris 
1830, S. 108). 
*) Unter dem alten Regime „kommen die Menschen vor den Dingen“ (Fort 
setzung der Broschüre: Des Bourbons et des Stuarts, 1822, CEuvres choisies, 
II, S. 447). Unter der neuen Ordnung der Dinge, „muß die soziale Ordnung als einzigen 
Zweck den Einfluß der Menschen auf die Dinge haben“ (CEuvres, IV, S. 81)- „ß el 
dem heutigen Zustand der Kenntnisse liegt das Bedürfnis der Nation nicht darin, 
regiert, sondern verwaltet zu werden, und zwar, so billig wie möglich verwaltet zu 
werden“ (Systeme indust., CEuvres compl. V, S. 151). In gleicher Weise schreib 
später Engels in seinem Buch gegen Eugen Dühring, indem er von der sozialistischen 
Ordnung spricht: „An Stelle der Regierung von Personen wird die Verwaltung von 
Sachen treten, wie auch die Leitung des Produktionsvorganges. Der Staat wird nie 
„abgeschafft“, er „stirbt ab“ (Philosophie, Hconomie politique, Socialisme, 
Franz. Ubers, von Laskine, Paris, 1911, S. 361). 
s ) Lettres ä, un Amöricain (CEuvres, II, S. 189).
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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