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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der Liberalismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

396 
Drittes Buch. Der Liberalismus. 
der Konkurrenz die Wirkung, die Preise der Produkte auf das Niveau 
der Produktionskosten zu bringen. Wenn aber, — und das ist nicht nur 
möglich, sondern muß sich mit Sicherheit ereignen, — gleiche Produkte 
auf den Markt gebracht werden, die verschiedene Produktionskosten 
verursacht haben, dann entsteht die Frage: welche dieser verschiedenen 
Einzelkosten bestimmen den Preis ? Die höchsten, die „Grenzbeschaffungs 
kosten“. Notwendigerweise bleibt daher ein Überschuß für alle gleich 
artigen Produkte, deren Produktion weniger gekostet hat. RicARno 
hatte das für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse konstatiert, aber 
Stuart Mill erstreckt es auf alle industrielle Produkte 1 ) und sogar auf 
die persönlichen Fähigkeiten. Das Gesetz der Rente wird daher außer 
ordentlich erweitert, obgleich etwas weniger als bei Senior (vgl. oben 
S. 382). 
7. Das Gesetz des internationalen Austausches. — Rufen wir 
uns zunächst ins Gedächtnis zurück, daß für die Volkswirtschaftler der 
liberalen Schule (vgl. oben Ricardo, Bastiat, Dünoyer) der Austausch 
zwischen den Ländern von den gleichen Gesetzen regiert wird, wie der 
Austausch zwischen Individuen, und genau die gleichen Vorteile ver 
schafft: nämlich jeder der beiden Parteien eine gewisse Arbeitsmenge 
zu ersparen, indem er ihr — durch das Überlassen eines Produktes, das 
ihr z. B. 15 Arbeitsstunden gekostet hat, ein Produkt verschafft, das 
20 Arbeitsstunden gekostet hätte, wenn man es selbst hätte produzieren 
wollen. Der Gewinn liegt daher einzig auf der Seite der Einfuhr, die Aus 
fuhr ist nur das Mittel und mißt sich nur durch den Überschuß des Einfuhr 
wertes über den Ausfuhrwert. 
Daher ergab es sich als sicher, daß beide Parteien gewinnen: freilich 
war es nicht sicher, und sogar nicht einmal wahrscheinlich, daß der Vor 
*) „Der Kostenwert einer Ware ist der desjenigen Teiles der Erzeugung, der am 
teuersten gewesen ist“ (Principles, B. III, Kap. 6, § 1, Abt. 7). 
„Der Übergewinn, den ein Fabrikant oder ein Händler aus der Verwendung 
von größeren Fähigkeiten oder einer besseren geschäftlichen Organisation zieht, ähnelt 
stark einer Rente . .. Wenn alle seine Konkurrenten die gleichen Vorteile haben, fällt 
dieser Gewinn in Gestalt einer Preissenkung den Konsumenten zu; er hat den Vorteil 
nur dann, wenn er einen Gegenstand zu einem von den Produktionskosten 
der Konkurrenz geregelten Preise verkaufen kann, den er selbst mit ge 
ringeren Kosten herzustellen versteht“ (Book III, Ch. V, § 4). 
Jedoch besteht zwischen der landwirtschaftlichen und der industriellen Produktion 
der schon von Senior klar hervorgehobene Unterschied, daß die erstere durch das Gesetz 
des sinkenden Bodenertrages begrenzt ist, während die zweite im Gegenteil sich eines 
steigenden Ertrages erfreut, d. h„ daß gewöhnlich die proportionellen Kosten im 
Maßstabe sinken, wie die Produktion wächst. Daraus ergibt sich also, was übrigens 
von Stuart Mill klar gezeigt wird, daß der industrielle Produzent das Interesse hat, 
den Verkaufspreis der Waren zu verringern, um mehr hersteilen zu können und so 
durch die Vervielfältigung der Gewinne und die Erniedrigung der allgemeinen Unkosten 
das für jede Einheit gebrachte Opfer wieder einzubringen.
	        

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Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 Bis 1905. J.H.W. Dietz Nachfolger, 1924.
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