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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
483 
als jede andere. Der größte Teil ihrer Argumente besteht einfach darin, 
zugunsten der Regierung ein Vorurteil zu schaffen, demjenigen gerade 
entgegengesetzt, das der Individualismus nach und nach verbreitet hatte. 
Hierin liegt die eigentliche Aufgabe, die er sich gestellt hat. 
Zu diesem Zweck wird zunächst auf die Schwäche der einzelnen 
ökonomischen Person hingewiesen. Man wiederholt nochmals, wie es 
schon Sismondi und die Sozialisten getan haben, die sozialen Unzuträg 
lichkeiten der freien Konkurrenz, die übrigens fast stets mit der wirt 
schaftlichen Freiheit verwechselt wird 1 ). Man hebt, gleich ihnen, die 
schon von A. Smith bemerkte soziale Ungleichheit der Kapitalisten und 
Arbeiter in ihren Verhandlungen über den Arbeitsvertrag hervor, wie 
auch den allgemeinen Gegensatz zwischen „Schwachen“ und „Starken“. 
Weiterhin kennzeichnet man die Unfähigkeit der Einzelpersonen, gewisse 
große Kollektivinteressen zu befriedigen. 
In Frankreich hatte schon 1856 Dupont-White mit noch größerer 
Schärfe gezeigt, „wie alle Wege der Zivilisation von demselben ewig sich 
wiederholenden Hindernis starren: dem Individuum mit seiner Unfähigkeit 
and Böswilligkeit“ 2 ). Auch hatte er nachgewiesen, wie die Kollektiv 
interessen in unseren immer komplizierter werdenden Gemeinwesen: „eine 
Größe und Ausdehnung erlangen, die sie immer mehr dem Bereich des 
Individuums entziehen“ 3 ). „Es gibt“, sagte er, in einer Formel, die aus 
gezeichnet die notwendigen Fälle einer Intervention zusammenfaßt, „in 
jeder Gesellschaft Angelegenheiten von vitaler Bedeutung, die das In- 
^viduum niemals tun wird, entweder weil sie seine Kraft über 
steigen, oder weil sie ihm keinen entsprechenden Gegenwert 
bieten, oder aber, weil sie nur unter Beihilfe Aller zustande 
kommen können, die man aber nicht durch freundliches Zu 
reden erhalten kann. Für alle diese Dinge ist der Staat der gegebene 
Unternehmer, die berufene Triebkraft“ 4 ). 
Wie wir wissen, hat man aber in Frankreich nicht auf ihn gehört. 
In gleicher Weise beruft sich Adolf Wagner zugunsten des Staates 
auf die ganze Geschichte; er beschreibt uns seine je nach den Zeitum- 
ständen verschiedenen wesentlichen Funktionen, so daß man wohl dazu 
gelangen muß, ihm keine definitiven Grenzen stecken zu können. Das 
mdividuelle Interesse, die barmherzige Hilfstätigkeit und die autoritäre 
Tätigkeit des Staates haben sich zu jeder Zeit in das wirtschaftliche leid 
geteilt. Nicht nur hat das Erste niemals genügt, sondern es tritt in den 
1 ) Wagner Grundlegung. Die Staatssozialisten gebrauchen stets, und sehr 
Z ' 1 Unrecht, die beiden Ausdrücke: „freie Konkurrenz“ und „Wirtschaftlichkeit 
a 's synonym. 
2 ) Dupont-White, L’Individu et l’Btat, 5. Ausg., S. 9. 
3 ) Ebenda, S. 267. 
4 ) Vorwort zu Essay on Liberty v. Stuart Mill (1860), S. LXX. 
31*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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