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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

518 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
Wenn aber der Marxismus nicht notwendigerweise die Anwendung 
von Gewalt bedingt, so schließt er sie doch auch nicht aus. Er betrachtet 
sie sogar als ziemlich wahrscheinlich, weil der Entwicklungsvorgang kaum 
genügen wird, die neuen sozialen Formen aus den alten ohne Störung 
zur Entfaltung zu bringen, den Schmetterling aus der Puppe zu lösen. 
„Die Gewalt ist die Hebamme jeder gebärenden Gesellschaft“ 1 ). 
Hier ist keine falsche Gefühlsseligkeit am Platze. Elend und Leiden 
sind unentbehrliche Triebfedern der Entwicklung. Wenn man die Sklaverei, 
die Hörigkeit, die Expropriation der Handwerker durch die Kapitalisten 
usw. hätte verhindern können, so würde man diese Triebfedern der Ent 
wicklung verbogen haben und es wäre mehr Übel, als Gutes daraus ent 
standen 2 )- Jeder Zustand bringt gewisse unglückselige, aber für das 
Kommen der höheren Formen unentbehrliche Bedingungen mit 
sich. Aus diesem Grunde würden die Reformbestrebungen der bürger 
lichen Philanthropen und ihre Predigten vom sozialen Frieden verderblich 
sein, wenn sie Erfolg hätten. „Ohne Antagonismus kein Fortschritt. 1 
Man darf nicht übersehen, daß diese hochmütige Gleichgültigkeit für die 
mit Übergangsperioden verbundenen Leiden selbst ein Erbteil der klassi 
schen Schule und eine weitere Ähnlichkeit mit ihr ist. Geradeso drückte 
auch sie sich aus, wenn sie auf die Konkurrenz, den Maschinismus, und die 
Vernichtung der Kleinindustrie durch die Großindustrie zu sprechen kam. 
Der Marxismus läßt als Reformen nur die gelten, die den Zweck haben, 
nicht „die Gesellschaft zu reformieren“, sondern der Revolution Vorschub 
zu leisten und sie zu beschleunigen, die „die Geburtswehen abkürzen und 
mildern können“ 3 ). 
III. 
Die Krisis des Marxismus und der Neo-Marxismus. 
Um schon jetzt von dem Neo-Marxismus zu sprechen, müssen wir 
der chronologischen Folge unserer Darstellung etwas voraus eilen, da diese 
Lehre neuesten Datums ist, doch sind wir durch den GedankenzusammeU' 
hang dazu gezwungen. Außerdem enthebt uns dies der Aufgabe, selbst 
J ) Marx, Misere de la Philosophie. „Was bedeutet übrigens das Wort Revolte ? 
Einfach die Tatsache des Ungehorsams gegen die Gesetze. Was für Gesetze regiere 11 
uns nun aber ? Produkte des bürgerlichen Milieus, genau wie die Einrichtungen, deren 
Schutz sie bezwecken. Die Revolution wird einfach darin bestehen, diese Gesetze 
durch andere Gesetze zu ersetzen; hierfür ist es aber unerläßlich, daß sie ihren Stütz 
punkt außerhalb derselben nimmt.“ 
2 ) „Die schlechte Seite ist’s, welche die Bewegungen ins Leben ruft, welche die 
Geschichte macht, dadurch daß sie den Kampf zeitigt“ (Elend der Philosoph^) 
S. 116). 
3 ) Vorwort zum Kapital, S. XI.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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