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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel III. Der Marxismus. 
519 
den Marxismus zu kritisieren, da eben dies die Leistung des Neo-Marxismus 
gewesen ist 1 ). 
In dieser „Krisis des Marxismus“, wie man gesagt hat, müssen aber 
zwei Phasen unterschieden werden: die eine ist mehr kritisch, — wenn 
man will, kann man sie auch reformistisch nennen, — und ihr haupt 
sächlichster Vertreter ist Bernstein; — die andere bemüht sich im Gegen 
teil, den Marxismus wieder zu beleben; sie trägt den Namen Syndi 
kalismus. 
§ 1. Der reformistische Neo-Marxismus. 
Wenn wir die wirtschaftlichen Theorien Marx’, so wie wir sie auf 
geführt haben, eine nach der anderen vornehmen, so sehen wir, daß jede 
von ihnen Spuren starker Erschütterung zeigt, und daß von der wichtigsten 
nichts mehr aufrecht steht. Man kann sagen, daß diese Zerstörungsarbeit 
teils das posthume Werk von Marx selbst gewesen ist, da gerade die 
Veröffentlichung seiner letzten Bände die Aufmerksamkeit auf gewisse 
schwerwiegende Widersprüche gelenkt hat, die sich aus einem Vergleich 
dieser Bände mit dem ersten zu ergeben schienen. Hierdurch ist der 
Marxismus gerade dem Gesetze zum Opfer gefallen, das er der kapita 
listischen Ordnung voraussagte, dem der Selbstzerstörung. Die Marx- 
Gläubigen haben allerdings eine Rechtfertigung versucht, indem sie sagen, 
daß diese Widersprüche „keine Widersprüche des Buches mit sich selbst 
sind, keine Verleugnung seiner Prämissen von seiten des Verfassers, 
• • . sondern auf den antithetischen Bedingungen selbst beruhen, die der 
kapitalistischen Produktion anhaften und, in Formeln gefaßt, den Eindruck 
von Widersprüchen hervorrufen“ 2 ). So wäre also das Kapital eine Art 
Neuausgabe der Contradictions 6conomiques Proudhon’s, die 
gerade Marx mit seinem Spott verfolgt hatte. Wenn es aber wahr ist, 
daß die kapitalistische Ordnung so voller Widersprüche ist, die in ihrer 
Natur begründet sind, wie schwierig ist es dann, zu bestimmen, ob sie uns 
in der Tat zum Kollektivismus führen wird! All die sogenannten wissen 
schaftlichen Voraussagen von der Selbstzerstörung und der Endkatastrophe 
erscheinen dann nur um so verwegener 3 ). 
1 ) Über die Entwicklung des Marxismus siehe das so lebendig geschriebene Buch 
von W. Sombart, Sozialismus und soziale Bewegung im 19. Jahrhundert 
(6- Ausg. 1908), wie auch die Broschüre von Georges Soree: La dScomposition 
du marxisme (1908). 
2 ) Labriola, Socialisme et Philosophie, S. 29. — Andere sagen un 
umwundener, daß „diese dunklen Formeln (es handelt sich um die Mehrarbeit) zwei 
deutig sind und aus der Wissenschaft verbannt werden müßten“ (Soree, Revue 
Intern, de Sociologie, 1900, S. 270). 
3 ) Sorel sagt von der revolutionären Bewegung: „Alles an ihr ist unvoraussehbar“ 
10Gcomposition du marxisme, S. 62).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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