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Probleme der Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Probleme der Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1689561912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101785
Document type:
Monograph
Author:
Below, Georg von http://d-nb.info/gnd/118658085
Title:
Probleme der Wirtschaftsgeschichte
Edition:
2., photomechanisch gedr. und durch ein ausführliches Vorw. erg. Aufl
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr
Year of publication:
1926
Scope:
XXIV, 710 S
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Großhändler und Kleinhändler im deutschen Mittelalter
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Probleme der Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Das kurze Leben einer viel genannten Theorie über die Lehre vom Ureigentum
  • II. Die Haupttatsachen der älteren deutschen Agrargeschichte
  • III. Die Fürsorge des Staates für die Landwirtschaft einer Errungenschaft der Neuzeit
  • IV. Über Theorien der wirtschaftlichen Entwicklung der Völker, mit besonderer Rücksicht auf die Stadtwirtschaft des deutschen Mittelalters
  • V. Die Motive der Zunftbildung im deutschen Mittelalter
  • VI. Großhändler und Kleinhändler im deutschen Mittelalter
  • VII. Die Entstehung des modernen Kapitalismus
  • VIII. Der Untergang der mittelalterlichen Stadtwirtschaft (über den Begriff der Territorialwirtschaft)
  • IX. Die älteste deutsche Steuer
  • Autorenregister
  • Sachregister

Full text

“2 VIL. AbigHnitt: Einzelne SoOuldverhältniffe. 
. Soweit jedoch der Vergleich nicht nur eingegangene obligatorifche Verpflichtungen, 
jondern auch objektiv wirkende Srfüllung3gefhäfte enthält, fann die Sormlojigkeit 
nicht auch für Dieje gelten (mie {ih gerade per argumentum e contrario quS S 782 
°xrgibt), vielmehr müflen für lebtere die jeweils ein{Olägigen befonderen Formen erfüllt 
werden. € kann allo 3. B. nicht ohne Einhaltung der Schriftform eine Bürgfchaft eins 
gegangen werden (S 766). och weniger Fönnen felbjtverftändlich jene Kechtsgetchäfte durch 
rormlofjen Bergleich gültig erfolgen, melde gerichtliche oder notarielle Korn erfordern. (Val. 
giezu auch bayr. Oberft. L®., Recht 1903 S. 42) MNatürlidh dar] aber das Raufalk 
a zu einer dinglichen Rechtsänderung, fomweit e& durch formlojen Vertrag überhaupt 
egründet werden kann, auch durch formlofen Vergleich vorgenommen werden, 3. 5. die 
bligatorifche Berpflichtung, demnächtt eine Hypothek für dem anderen VergleichSsteil bes 
itellen zu wollen (vbal. hiezu Bem. B, I, 1, a und 2, e zu 8873 in Bd. 11 und auch D. Iur.3. 
1902 S. 288, Yur. Wichr. 1902 Beil. S. 233). Soweit obige nicht angängig {ft 3. B. Dei 
zinem Vertrage, durch den fich jemand verpflichtet, Eigentum an einem ©rundftücke 
zu übertragen oder ein ESrbbaurecht zu beftellen, Kann eine folde Verpflichtung auch 
nicht in einem formlojen Bergleiche recht8gültig vereinbart werden. Yuch ein Vorver- 
rag zu Verträgen, die nad dem Gejeße Ihriftliher Abfaflung vder gerichtlicher oder 
notarieller Beurkundung für die vertragsmäßige Verpflichtung bedürfen, kann natürlich 
nicht durch formlojen Vergleich rechtSgültig AT EN werden (vgl. hiezu Bd. I Einl. 8 
vor 8 145). Yus der Praxis vgl. ferner hin}. der Borfchriften über Erbichaftskauf Zur. 
Wichr. 1905 S. 721 und wegen Menderungen eines VertragS, der an fih unter dem 
Kormzwange des 8 313 fteht MachlaB am Kaufpreife eines ®runditücs) Kfpr. d. 
LS. (Braunfjchweig) Bd. 13 S. 429, fowie ROGE. Recht 1907 S. 447, 1909 Nr. 1281, 
Boayr.. Not.3. 1909 S. 208, RGE. Iur. Wichr. 1910 S. 575 Nr. 7 (der Form des $ 313 
bedürfen Bergleiche nicht, die bei Streitigkeiten über die Erfüllung von Verträgen über 
Srundftüce abgelchloflen werden, um 3. DB. die Wandelungs- oder Anfechtungsabhlicht zu be- 
jeitigen 2c.; eine Ausnahme befteht nur, foweit etwa eine Veränderung der Cigentums- 
verhältniffe herbeigeführt werden foll, val. oben). Ein Vergleich zwifhen Erbfdhafts- 
prätendenten, durch den diefe den unter ihnen beftehenden Streit durch gegenfeitige An- 
arfennung al8 gleichberechtigte Erben jcMlichten, bedarf der geridhtlidhen oder notariellen 
Beurkundung, f ROES. Gruchot, Beitr. Bd. 50 S. 662. 
Neber die Frage der Wirkamfkeit eines Vergleichs der in einem gemeinfOhaftlichen 
ZEN Teftamente eingefebten Dritten nach dem Tode des Fa VBerfterbenden 
über den Nachlaß des zulekt Berjterbenden vgl. ROSE. in Gruchot, SBeitr. Bd. 50 S. 391. 
8, Ueber die Form des vor Gericht abgefhkofjenen BergleichS 1. insbef. $ 160 
Nr. 1 ZBO.; wegen ber Frage, vb und inwiefern ein folcdher die Örundlage zur un- 
mittelbaren Eintragung im SGrundbuche bilden kann, f. Borbem. II und VL 
4, Ueber die Formen eines Vergleichs hei Mitwirkung des Gericht au ßer= 
halb eine8 Prozefles f. 88 167 ff. FG. 
5. Ueber die NMotwendigkeit der Genehmigung des Bormundjhaftsgericht3 
vgl. oben Bem. IM, 
6. Die Formborfchriften der SS 2371, 2385 Abi. 1 beim Erbf{Gaft8Xkaufe 
werden durch $ 779 nicht berührt, vol. Iur. ihr. 1905 S. 721. 
VI Wirkung des BergleichsS: 
Die allgemeine Wirkung des Vergleichs liegt darin, daß das ftrittige oder unge 
mifle Recdhtsverhältnis eben außer Streit und Ungemwißheit gefebt wird. Im 
übrigen ijt zu beachten, daß er als gegenfeitiger Vertrag zu gelten hat mit den HicH 
daraus ergebenden Nechtsfolgen, val. näher Bem. IN, 2 oben 6 Ddatfelbit auch wegen der 
Mängelanfprüche). 
a) Diefe neue FeftfeBung der Verhältnifje it ein freier Willensakt der Parteien, 
weshalb der Vergleih auch nicht nachträglich aus den Sefichtapunkt ange- 
ariffen werden kann, weil etwa Ddiejer Die ftrittigen Verhältnifje unrichtig 
zeordnet habe vgl. auch unten B, HM, 2). 
Ein Vergleid darf felbitverftändlich nicht über deu Gegenitand, auf den er 
fi bezieht, hinausbezogen werden auf andere zwilchen den Vertrags 
teilen etwa Dbeltehende Nechtsverbältnijfe (val. aber auch oben A, I, 4, b). 
, Eine befondere Nuslegungsregel dahin, daß, wenn die Barteien 
lich über ihre gegenfeitigen Anfprüche verglichen haben, der Vergleich nicht 
auf die Anfprüche, weldhe erft nad defien Ybfhluß entftanden oder dem 
zinen Teile bekannt geworden find, zu beziehen fei vol. 1. 12 D. 2, 15; 
PORN. a. a. D. 88427 ff.) wurde — teil als entbehrlich, teils al8 nicht 
unbedentklihH — abfichtlich abgelehnt. (M. II, 653; vgl. aber auch RÖOR.= 
Romm. Bem. 3, c). Der Beraleich unterliegt im Übrigen denfelben Wus- 
3}
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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