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Wissenschaftliches Arbeiten

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Bibliographic data

Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

69 
Anleihezinsen auf bringen müssen, aber nur einen Teil, der Rest trifft die übrige 
Bevölkerung. In welchem Ausmaß dies der Fall ist, hängt natürlich davon 
ab, welche Steuern dazu dienen müssen, Zinsen und Rückzahlung zu bestreiten. 
Indirekte Steuern treffen meist die ärmeren Schichten mehr als etwa direkte. 
Dies sind aber Einzelheiten, auf die ich hier nicht näher eingehen kann. 
Wir sehen daraus, daß wichtige soziale Veränderungen mit der Aufnahme 
von Anleihen in Verbindung stehen können. Dabei muß man aber noch über 
dies im Auge behalten, daß in unserem Beispiel die Rückzahlung der Anleihe 
rasch erfolge, also solche weniger wohlhabenden Kreise die Lasten trugen, 
die den Krieg erlebt hatten, und wohl auch den Vorteil erkannten, 
der für sie schließlich darin bestanden hatte, daß sie nicht 
während des Krieges mit einer schweren Kriegssteuer be 
lastet wurden. Wenn aber zwischen der Rückzahlung der Anleihe und 
der Aufnahme ein langer Zeitraum liegt, dann kann eine Generation mit Ver 
pflichtungen belastet sein, welche vielleicht für die Verhältnisse, unter denen 
die Anleihe aufgenommen wurde, kein rechtes Verständnis mehr hat oder gar 
die Ziele des Krieges, zu dessen Führung die Anleihe auf 
genommen wurde, grundsätzlich verwirft. Es kann dann 
geschehen, daß die alten Schulden zu schweren inneren 
Konflikten Veranlassung geben und breite Massen dazu 
antreiben, die Verteilung der Lasten wesentlich zu ändern. 
Es gibt daher nicht wenige Politiker, welche aus diesem Grunde eine zu lange 
Rückzahlungspflicht nicht gutheißen, soweit es sich nicht um Erfolge handelt, 
welche auch offenbar den folgenden Generationen in erheblichem Maße zugute 
kommen. Es ist nicht dasselbe, ob die Nachkommen für einen Damm Annui 
täten und Zinsen zahlen müssen, der, wie in Holland, ihr Land dauernd vor 
Schaden bewahrt, oder für eine politische Maßnahme, deren Zweck nur kurze 
Zeit gewürdigt wird und vielleicht auch nur von einem Teil der Bevölkerung. 
Dies sind zwar nur psychologische Momente. Doch sie spielen bei Anleihe 
aufnahmen keine unwichtige Rolle. Wenn eine Anleihe dazu dient, direkt 
oder indirekt die Produktion anzuregen, oder die Einkommen eines Landes 
sonstwie zu erhöhen, so kann die Rückzahlung und Verzinsung derselben relativ 
leicht erfolgen. Das gilt auch, wenn die Anleihe selbst zwar nicht die Pro 
duktion anregt, wohl aber zu einer Zeit aufgenommen wird, in der ohnehin 
das Einkommen im Anwachsen begriffen ist. Anders, wenn die 
Anleihe zu einer Zeit aufgenommen wird, in der die Einkommen zurückgehen 
und sie die Erwerbsverhältnisse nicht verbessern hilft, das bedeutet für die Rück 
zahlung eine schwere Last und hat in erster Reihe nur Einkommensversdiie- 
bungen zur Folge ; der eine Teil der Bevölkerung verliert, was der andere 
gewinnt. 
Wenn man die Anleihen zu berechnen sucht, welche ein künftiger Welt 
krieg nötig machen könnte, so kommt man oft zu Ungeheuerlichen Ziffern. 
Manche Schriftsteller glaubten sagen zu können, daß die Aufbringung solcher 
Geldmassen unmöglich sei, und daß diese Tatsache allein einen künftigen 
Weltkrieg verhindere. Wie ich schon mehrfach erwähnte, ist letzteres Argument 
nicht stichhaltig, weil ja die unmittelbare Beschaffung der zur Kriegführung 
nötigen Mittel immer noch übrig bleibt, aber auch was die ungeheure Gesamt 
summe anlangt, so muß darauf hingewiesen werden, daß die Anleihen, welche 
ein Krieg notwendig macht, ja nicht auf einmal aufgenommen werden, und daß 
das Geld, welches z. B. gelegentlich einer Inlandsanleihe auf 
genommen wird, in kurzer Zeit wieder in den Verkehr zurück 
strömt und neuerlich von der Anleihe pumpe auf gesaugt 
werden kann. Es findet ein fortwährendes Zirkulieren von Geld statt, 
wie wir es oben bei Besprechungen des Fullartonschen Prinzips kennen gelernt 
haben. Die schematische Tabelle XII zeigt dies ganz deutlich. 
Im ersten Zeitpunkt produzieren die Bürger A, B, C die Produkte a, b, c. 
Jeder von den dreien habe 10 Notenmengen und eine Produktenmenge. Die 
Regierung habe überhaupt kein Geld. Sie nimmt nun eine Anleihe von 15 Noten 
mengen auf. Den drei Produktenmengen stehen wieder 30 Notenmengen gegen-
	        

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Durch Die Kriegswirtschaft Zur Naturalwirtschaft. Verlag von Georg D. W. Callwey, 1919.
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