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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

thumbs: Nationalökonomie (1.1915)

Monograph

Identifikator:
1738045803
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-113913
Document type:
Monograph
Title:
Grundteilungsgesetz
Place of publication:
[Berlin]
Year of publication:
1914
Scope:
getr. Pag
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Nr 035 A / Grundteilungsgesetz / Vorläufig festgestellter Bericht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

127 — 
Noten. Die Bank behält das bare Geld zur eigenen Benutzung zurück 
und setzt Repräsentanten desselben in Umlauf, die Note wirkt jetzt im 
Verkehre genau wie die Münze selbst. Man hat ein neues volkswirt- 
schaftliches Hilfsmittel damit gewonnen. Aber auch hier ist durch die 
Notenausgabe nicht eine Verdoppelung der Summe erzielt und dem 
entsprechend der Nationalwohlstand erhöht, sondern es ist nur der 
vorhandene Kapitalsvorrat durch die Notenausgabe zu einer zweifachen 
Tätigkeit gebracht. Dasselbe liegt auch vor, wenn über den Barvorrat 
hinaus Noten ausgegeben sind. Gibt schließlich der Staat Papiergeld 
aus, so prägt er gewissermaßen seinen Kredit aus. Er hat keinen 
Barvorrat dafür beiseite gelegt, die in Umlauf gesetzten 100 Mill. M. 
yeben ihm eine entsprechend höhere Kaufkraft, obwohl sich der 
Kapitalsvorrat nicht verändert hat. Dies ist eine Erscheinung, die in 
der Volkswirtschaft sehr häufig vorkommt. Durch eine bessere Organi- 
sation, eine erweiterte Arbeitsteilung in einer Fabrik werden die vor- 
handenen Arbeitskräfte besser ausgenutzt. Die Gesamtleistung ist er- 
höht, obgleich die Zahl der Arbeitskräfte die gleiche geblieben ist. 
Durch eine bessere fachliche Ausbildung kann die Arbeiterbevölkerung 
zu höherer Leistungsrähigkeit gebracht werden, ohne Vermehrung ihrer 
Zahl, und ohne daß das neue Agens erhöhter Bildung dem Werte 
nach geschätzt und als Kapital in Anrechnung gebracht werden kann. 
So ist auch der Kredit eine unmeßbare wirtschaftliche Macht von 
hoher Bedeutung und zwar eine sittliche Macht, die aber nicht selbst 
als Kapital anzusehen ist und ebensowenig wie die Kreditoperation 
selbst, also die Verwertung des Kredits direkt Kapital hervorbringt. 
Wenn nun dagegen John Stuart Mill ausdrücklich sagt: Der 
Kredit ist an sich keine produktive Macht, so liegt darin wiederum 
eine Unterschätzung des Kredits, da er, wie wir sahen, durch Er- 
sparung von Münze, durch Erhöhung der Produktivkraft der vorhande- 
nen Kapitalien, durch wesentliche Erleichterung des Verkehrs un- 
zweifelhaft produktiv wirkt; aber indirekt. Die Kreditmittel, wie 
Wechsel, Noten usw. stehen in der volkswirtschaftlichen Bedeutung 
Jen Transportmitteln, der Münze usw. ähnlich da. 
Durch ausgedehnte Benutzung des Kredits treten aber Gefahren 
mannigfaltiger Art hervor, die nicht unbeachtet bleiben dürfen, aber 
in der neueren Zeit nicht unbedeutend überschätzt sind. 
Eine Verallgemeinerung des Kredits ermöglicht die Ausnutzung 
desselben, wie wir sahen, zur einseitigen Erweiterung des Konsums. 
Einer wirtschaftlich tiefstehenden Bevölkerung ausgedehnten Kredit 
zu eröffnen, wird ihr sicher zum Schaden gereichen, indem sie 
zu weitgehend von demselben Gebrauch macht, aber nicht, um 
die erlangten Summen wirtschaftlich produktiv anzulegen, sondern 
um sie zu vergeuden, wie man bei den slavischen Bauern noch in 
der neueren Zeit beobachtet hat. Aber auch der Produktionskredit 
kann leicht gemißbraucht werden, wenn er zu einer großen Ausdehnung 
des Unternehmens auf zu wenig gesicherter Basis führt. Das tritt 
hervor bei einem Gutskaufe mit zu geringer Anzahlung, WO dann 
wenige ungünstige Ernten die Unmöglichkeit ergeben, die Zinsen zu 
zahlen, und der eintretende Bankerott den Verlust des Vermögens 
in sich schließen kann. Das liegt in gleicher Weise vor, wenn ein 
Fabrikant, ein Kaufmann mit zu geringen Mitteln ein Geschäft unter- 
nimmt, wobei ein Zurückgehen der Preise sofort die Zahlungsein- 
stellung mit sich bringt. Ueberhaunt wird durch Kredit die Speku- 
J. St. Mill. 
Gefahren des 
Kredits.
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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