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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

126 — 
wirtschaftlich vorwärts kommt. Auch für den Schuldner ist es nicht 
gleichgültig, wie sich die Finanzverhältnisse des Gläubigers gestalten, 
da er bei einem ungünstigen Verlaufe auf Kündigung rechnen muß, 
bei einem günstigen ev. weitere Vorschüsse erwarten kann. Je aus- 
gedehnter die Kreditwirtschaft ist, um so mehr gehen die Interessen 
der Bevölkerung Hand in Hand. Wichtiger ist es noch, daß auf 
unserer Kulturstufe jeder wirtschaftlich Tätige mehr oder weniger des 
Kredits bedarf, es daher auch in seinem eigenen Interesse liegt, sich 
des Vertrauens seiner Mitbürger würdig zu erweisen, um bei ihnen 
Kredit zu haben. Ein Jeder fühlt sich unter der Kontrolle aller der- 
jenigen, die mit ihm in Geschäftsverbindung stehen; jeder Fehlgriff in 
seiner Tätigkeit, jeder Ausfall in seinen Kinnahmen drohen daher 
seinen Kredit zu beeinträchtigen. Ein Jeder wird also durch sein 
eigenstes Interesse veranlaßt, seine Tätigkeit mit entsprechender Vor- 
sicht durchzuführen, um nicht seinen Kredit zu erschüttern. Die Ge- 
samtheit wird dadurch zu einer soliden Wirtschaft erzogen. Dieses 
pädagogische Moment des Kredits fällt namentlich bei den Schulze- 
Delitzschschen Genossenschaften erheblich ins Gewicht, wo Jeder soli- 
darisch für die Verbindlichkeiten des Unternehmens haftet, und das 
Mitglied von den Volksbanken größere Darlehen nur auf Grund der 
Bürgschaft zweier anderer Mitglieder erhält. Jeder ist daher zur 
größten Vorsicht genötigt, um sich einen solchen Ruf zu wahren, daß 
er leicht die Bürgschaft anderer Mitglieder erhält, und ist wiederum 
gezwungen, die Lage und Tätigkeit der übrigen fortdauernd zu kon- 
trollieren, um seinerseits nicht Unwürdigen Bürgschaft zu gewähren. 
Wer aber den Kredit bei der Bank verliert, kann ihn sicher von 
anderer Seite nicht leicht erwarten und wird in seiner Berufstätig- 
keit lahm gelegt. 
Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, welche Stellung der Kredit 
in der Volkswirtschaft einnimmt, welche Bedeutung ihm zuzuschreiben, 
welcher Art seine Wirkung ist. Doch sind die Anschauungen darüber 
noch keineswegs völlig geklärt, wenn auch die Gegensätze nicht mehr 
so stark sind, wie sie sich noch vor einigen Dezennien herausstellten. 
Der Engländer Macleod und der Amerikaner Perry schrieben dem 
Kredit eine unmittelbar Kapital bildende Kraft zu, indem sie meinten, 
Kredit Produk- eine Kreditoperation vermöge selbst Kapital zu erzeugen. Die Ausgabe 
— von Papiergeld erschien ihnen, wie auch dem Schotten John Law, 
als entsprechende Neuschaffung von Kapital auf Grund einer Verwechs- 
lung von Geld und Kapital und einer Gleichstellung der Geldsurrogate 
mit der Münze. Durch die Ausstellung eines Wechsels für ein ge- 
währtes Darlehn von 1000 M. wird aber offenbar nicht eine Ver- 
doppelung der 1000 M. herbeigeführt, obgleich der Wechsel als 
Zahlungsmittel benutzt werden kann und dadureh einen volkswirtschaft- 
lichen Dienst leistet; sondern durch den Wechsel werden nur die 
1000 M. zu einer doppelten Funktion gebracht, indem sie in der 
Hand des Schuldners zu Zahlungen an Arbeiter in der Fabrik benutzt 
werden können, und zugleich der Gläubiger in den Stand gesetzt wird, 
über die 1000 M. vermöge des Wechsels zu disponieren, um damit 
seinerseits einen Gläubiger zu befriedigen oder eine Maschine zu kaufen. 
In dem Volksvermögen sind deshalb immer nur die 1000 M. vorhanden, 
aber sie haben durch die Kreditoperation eine erhöhte Wirksamkeit 
erlangt. Dasselbe ist der Fall bei der Ausgabe von Noten durch eine 
Bank auf Grund des Versprechens der Einlösung bei Präsentation der
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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