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Die landwirtschaftliche Produktionspolitik in Österreich

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Bibliographic data

fullscreen: Die landwirtschaftliche Produktionspolitik in Österreich

Monograph

Identifikator:
1761761706
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-140571
Document type:
Monograph
Author:
Schiff, Walter http://d-nb.info/gnd/139667512
Title:
Die landwirtschaftliche Produktionspolitik in Österreich
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verl. der Wiener Volksbuchhandlung
Year of publication:
1926
Scope:
66 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Die Bodenverbesserungen (Meliorationen)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die landwirtschaftliche Produktionspolitik in Österreich
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Allgemeine Gesichtspunkte
  • Zweiter Abschnitt. Die Beseitigung der irrationellen Flureinteilung
  • Dritter Abschnitt. Die Bodenverbesserungen (Meliorationen)
  • Vierter Abschnitt. Die Einflußnahme des Staates auf die Verwendung des Bodens für die einzelnen Kulturgattungen
  • Fünfter Abschnitt. Vorschriften über die Betriebsführung

Full text

berechnen kann wie bei den Zujammenlegungen und daß 
jür fie viel größere technijdhe Kenntnijje notwendig find. 
b) Ähnlih wie bei den Zujammenlegungen liegt auch 
hier 3zumeijt eine Art von Scqhickfaksgemein- 
qq aft einer größeren Anzahl der Grundbefiger vor. Schon 
die Bewällerungen und Entwäljlerungen Iafjen ich, wie er- 
wähnt, in der Regel nicht auf ein einziges Grundjtück 
bejchränken, jondern fie müfjen einheitlid auf dem Boden 
einer ganzen Gemeinde oder wenigjtens auf einem ganzen 
Flurabjchnitt vorgenommen werden; die Maßnahmen zur 
Bekämpfung von Überjdhwemmungen, die Flukrequlie- 
rungen ujw. betreffen no viel größere Gebiete, ojt ganze 
Landfjtridhe. Alle Wajjerläufe aber, auch die Grundwäfjer 
eines Flußgebietes, jtehen untereinander in Derbindung, 
fo daß jede Änderung an einem Ort auch die Feuchtia- 
keitsverhältnifje und damit die Ertragsjähigkeit der 
anderen Grunödjtücke beeinflußt; jede Erhöhung cder 
Senkung des oberirdijdhen Waffjerjpiegels an einer Stelle 
ruft aud) eine Änderung auf den anderen Gebieten her- 
vor, verhindert oder vermehrt deren Abwäljerung; um 
überfqüjliges Wafjjer von einem Grundjtück abzuleiten 
oder um das notwendige Wafjer auf ein Grundjtlick zu 
leiten, mülflen au andere Grunditücke in die Operation 
einbezogen werden. 
Es wäch|t aber mit der Zahl der Derjonen, deren Iu- 
itimmung nac) dem individualijtijdhen, Liberalen Prinzip 
erforderlich ijt, die Wahrjcheinlichkeit, daß ein Teil von 
ihnen nicht mittun will; ja [don der Widerfpruch eines 
einzigen würde genügen, um eine für alle vorteilhafte, 
von den meiften angejtrebte Bodenverbefjerung 3u ver- 
hindern. So {hlägt auch hier der Liberalismus in fein 
Gegenteil um, in die Möglichkeit, ja in das Recht eines 
einzigen, die anderen zu zwingen, eine wünfjdhenswerte 
Maßregel zu unterlafjen. Diejes Hindernis für Melio- 
rationen wird um fo größer, je arößer die Zahl der not- 
wendigerweije in Betracht kommenden Perjonen, je tiefer 
das Bildungsniveau der CLandbevölkerung ijt, je mehr 
dieje in der Tradition befangen ijt und jeder Neuerung 
mißtrauifjd gegenüberjteht. 
c) Eine weitere Schwierigkeit liegt in der Belchaffung 
des Meliorationskapitals. Da die Grunödbejiger 
in der Reael über ein foldhes nicht verfügen, find fie dafür 
P' 
7
	        

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Die Landwirtschaftliche Produktionspolitik in Österreich. Verl. der Wiener Volksbuchhandlung, 1926.
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