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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

räten, Schiffen usw.) mit Kriegsende größtenteils bereits vernichtet war, 
so erschienen sie doch erst nach und nach in den folgenden. Jahren als 
Schrott. In der Nachkriegszeit stammte also der Altschrottentfall nicht 
nur aus der Investitionsperiode, die bei gleichmäßig fortschreitender 
Wirtschaftsentwicklung im Gegenwartsaltschrottentfall zugrunde liegt, 
sondern teilweise aus einer nur wenige Jahre zurückliegenden In- 
vestitionsperiode. Um dieses Alteisen, das also nur eine sehr kurze 
Lebensdauer gehabt hat, erhöhte sich der Schrottentfall der Nachkriegs- 
zeit. 1922 dürfte diese Schrottauelle aber endgültig erschöpft gewesen 
sein. Der in der Inflationszeit erfolgte Um- und Ausbau des Pro- 
duktionsapparates brachte ferner einen starken Schrottentfall aus den 
erneuten Produktionsanlagen, deren Ausbesserung kriegsüber stark ver- 
ıachlässigt worden war. 
Während der Inflationszeit wurden bekanntermaßen in 
jeder Beziehung große Investitionen in jedem Betrieb vorgenommen. 
Diese Neuanlagen erfolgten aber vielfach nicht nach wirtschaftlichen 
Gesichtspunkten. Eine streng rationelle Erneuerung der industriellen 
Anlagen war unmöglich, da eine exakte Selbstkostenrechnung durch die 
fortschreitende Geldentwertung verhindert wurde. Die Investitionen der 
[nflationszeit bestanden also teilweise in allzu großen Erweiterungen 
der Werke, teilweise in der Aufstellung von Maschinen und anderen An- 
lagen, deren Betrieb sich später aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf- 
sechterhalten ließ. . 
Die Rationalisierung nach der Inflations- 
periode bedeutete also den Ersatz einerseits alter, unmoderner An- 
lagen durch neue, andererseits die „Verschrottung‘“ der übersetzten 
Anlagen sowie der nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vor- 
genommenen Um- und Ausbauten der Inflationszeit. 
Der bereits hinter uns liegende Teil der Rationalisierungsperiode 
stand stärker im Zeichen des Ab baues als des Um baues. Der Ver- 
schrottung fielen anheim vor allem die übersetzten Anlagen. Die 
Rationalisierung der übrigbleibenden Anlagen, ihr Ersatz durch die 
technisch besten Anlagen ist dagegen noch nicht voll durchgeführt, sie 
wird schon aus Kapitalgründen zum großen Teil erst in Zukunft er- 
‚olgen können und im Sinne einer Verkürzung der Lebensdauer 
les Eisens wirken, das nunmehr, nachdem die Übersetzungen beseitigt 
sind, im Produktionsapparat noch vorhanden ist. 
Die Rationalisierung ist im übrigen nicht nur ein konjunktureller, 
vorübergehender Prozeß. Das letztere gilt wohl für die be- 
sondere Notwendigkeit zur Rationalisierung in der Nachinflationszeit, 
nicht aber später. Später wird allgemein die Tendenz der Verkürzung 
der Umschlagperiode des Kapitals auf die Kapitalgüter aus Eisen — in- 
folge verstärkter Aus- und Abnutzung — weiter lebensverkürzend ein- 
wirken. 
Nach Gutachten 2 der Eisenindustrie?) ist die Lebensdauer des von 
ler Eisenbahn verwandten Eisens besonders gestiegen. Dazu ist fol- 
zendes festzustellen: Der Eisenbahnschrott macht zweifellog einen 
N Siehe S. 297, 
114
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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