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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

und nur in Ausnahmefällen finden sich in dem Fördergut der Gruben 
mehr als 30° Fe, während reiner Spat 36 bis 39° dieser Metalle 
aufweist. 
Da ein Erz mit 30° Fe trotz eines zwischen 4 bis 5° liegenden 
Mangangehaltes kaum verhüttungsfähig ist, muß die Handelsqualität 
durch Aufbereitungs- und Veredelungsprozesse unter Aufwand erheb- 
licher Kosten erarbeitet werden, um schließlich einen. R oh spat_mit 
etwa 36° Fe zu bekommen, der dem Röstprozeß zugeführt wird. Diese 
eigentlich schon hüttenmännische Vorbereitungsarbeit wird in Schacht- 
öfen unter Kokszusatz durchgeführt, um die Kohlensäure auszutreiben 
und den immer vorhandenen Schwefelgehalt weiter zu drücken. Das 
Endprodukt — der R ostspat — ist ein Erz, das nunmehr unter Ver- 
lust von */3 seines Gewichtes 47 bis 50 °% Eisen und 8 bis 10 °% Mangan 
enthält, von keinem deutschen Eisenerz an Güte übertroffen wird und 
schon im unmittelbaren Hochofengang ein Roheisen ergibt, das bei 
seiner manganreichen und phosphorarmen Beschaffenheit vorwiegend 
der Stahl- und Spiegeleisenerzeugung dient, mit dem der Westen auch 
das übrige Deutschland versorgen muß. 
Aus dem Vorhergesagten geht hervor, daß die Fördermenge von 
2500000 Tonnen im Jahre nicht in Großbetrieben in weitgehend 
mechanisierten Anlagen erzeugt werden kann, wie dies bei den meisten 
ausländischen Vorkommen der Fall ist, sondern sich aus vielen Teil- 
summen zusammensetzt, da jeder Gang des Siegerlandes ein bestimmtes 
Fördermaximum hat, das leider sehr tief liegen muß. Es beträgt bei 
einer mittleren Siegerländer Grube 50000 Tonnen im Jahr. Daraus 
erhellt ohne weiteres, daß die Jahresförderung von 2500 000 Tonnen 
aus einer ganzen Reihe von Gruben“) zusammengebracht wird, die 
alle mit vollständigen Anlagen über und unter Tage ausgestattet 
sind, die kostspielige Anschlüsse an die Verkehrswege erstellen 
müssen . und erhebliche Aufwendungen zur Hebung der in den 
Spalten zirkulierenden Wasser erfordern. So ergeben sich die ver- 
schiedenartigsten Belastungen der Fördertonne durch die unproduktiven 
aber in ihrer Höhe kaum abänderbaren Kostenfaktoren und es ergibt 
sich weiter, daß eine Rentabilität nur bei einem Zusammentreffen aller 
günstigen Umstände möglich ist, aber auch in diesem Falle die Durch- 
führung großzügiger Aufschlußarbeiten aus eigener Kraft kaum mög- 
lich sein werden. Zuletzt folgt daraus eine überaus starke Abhängig- 
keit von der Konjunktur, da, die an der Grenze der Rentabilität befind- 
lichen Werke dauernd auf höchstmögliche Fördermenge gestellt werden 
müssen, also eine Verbilligung der Selbstkosten durch Produktions- 
steigerung nur in ganz verschwindendem Umfang und auch dann nur 
auf Kosten der Aus- und Vorrichtung — also der Erzreserve — möglich 
ist. Aus demselben Grunde muß aber auch jedes Heraufgehen eines 
Unkostenfaktors die Grube in Gefahr des Erliegens bringen, da ein 
Ausgleich im Preise nur in den seltensten Fällen denkbar erscheint 
und zusätzliche Geldmittel nicht vorhanden sind. Auf jeden Fall wirkt 
eich eine solche Erhöhung eines die Selbstkosten bildenden Unkosten- 
1) Siehe Karte Anlage 1, 8. 109. 
2
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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