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Bevölkerungslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Bevölkerungslehre

Monograph

Identifikator:
181333546X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-201592
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Bevölkerungslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1929
Scope:
IV, 490 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster geschichtlicher Teil. Die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft im Zusammenhang mit den Anschauungen und lehren darüber
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bevölkerungslehre
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Gegenstand und Stellung der Bevölkerungslehre
  • Erster geschichtlicher Teil. Die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft im Zusammenhang mit den Anschauungen und lehren darüber
  • Zweiter systematisch-theoretischer Teil. Volkszahl, Volkswachstum und Nahrungsspielraum
  • Dritter Teil. Ergebnisse
  • Namenverzeichnis
  • Sachverzeichnis

Full text

2. Kap. Die primitiven Stufen 21 
rettet der Fund eines Nestes mit Straußeneiern der Familie das 
Leben. Wehe dem Kind, wehe dem Greis, wehe dem Kranken, die 
aus Hunger und Durst und Schwäche zurückbleiben. Niemand 
zümmert sich um sie, rettungslos sind sie verloren“ ». 
Es handelt sich aber unter solchen Verhältnissen nicht allein 
um ein Umherwandern, um neue „Jagdgründe“ aufzusuchen, wenn 
der Inhalt der alten gewissermaßen aufgezehrt ist. Dieser Wander- 
bewegung liegt auch häufig eine gewisse Regelmäßigkeit zugrunde, 
indem der Nahrungsgewinnung wegen das Wohngebiet einem be- 
stimmten jahreszeitlichen Wechsel unterliegt. Die Buschleute der 
Kalahari haben entsprechend dem Wechsel von Regen- und Trocken- 
zeit zwei verschiedene Bezirke, in denen sie leben. Das gilt aber 
auch von Stufen, deren Lebensweise eine wesentlich höhere ist. Von 
den Indianern Nordwestbrasiliens erzählt Koch-Grünberg: „Der 
obere Rio Negro und seine großen Nebenflüsse .. . sind außer- 
ordentlich reich an Fischen, die das ganze Jahr hindurch in be- 
ständiger Wanderung begriffen sind und dadurch manche ansässigen 
Stämme zu einem zeitweiligen Nomadenleben zwingen. Zur Zeit 
des niedrigen Wasserstandes, in den Monaten Dezember bis März, 
wenn die kleineren Zuflüsse fast austrocknen, ziehen sich die Fische 
in den Hauptfluß zurück. ... Dann verlassen die Indianer ihre für 
die trockene Jahreszeit weniger günstig gelegenen Dörfer und be- 
geben sich mit ihrem ganzen Haushalt, mit Kindern und Hunden, an 
diese fischreichen Plätze, um auf verschiedene Weise der willkommenen 
Beute nachzustellen. . .. Ist der Platz ausgebeutet, so zieht die ganze 
Bande weiter, Durchschnittlich bleiben die Indianer drei Monate 
auf der Wanderschaft“ ?), Ähnliches hören wir von den Polarvölkern, 
Von den Mongolen berichtet Ratzel, daß jeder Stamm seine jahres- 
zeitliche Bewegung habe. „Im Winter erlaubt der größere Wasser- 
reichtum den Gruppen, sich in geschützten Tälern zu vereinigen, 
der trockene Sommer zwingt sie dann, sich über einen möglichst 
weiten Raum zu zerstreuen, um alle Wasserstellen und Grasplätze 
auszunutzen“. ,. . „Innerhalb der bestimmten Grenzer hängen die 
Wanderungen über einen Strich Landes von 500—1000 Quadrat- 
kilometern immer ab von der Temperatur, der Weide und den 
Wasservorräten“ 3), 
Diese kurzen Bemerkungen müssen hier genügen um darzutun, 
auf welche Weise auf diesen primitiven Stufen die Menschen bestrebt 
1) S. Passarge, Die Buschmänner der Kalahari, 1907, S. 73—974. 
* Koch-Grünberg, Zwei Jahre unter den Indianern, 1910, 2. Bd., S. 27, 28. 
3) a. a. O., S. 1490.
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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