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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1818395479
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Engels, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118530380
Title:
Historisch-kritische Gesamtausgabe
Place of publication:
Frankfurt a.M.
Publisher:
Marx-Engels-Archiv
Year of publication:
1927-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1823189806
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-213998
Document type:
Volume
Author:
Engels, Friedrich http://d-nb.info/gnd/118530380
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Werke und Schriften bis Anfang 1844
Volume count:
1,2.1930
Place of publication:
Frankfurt a.M.
Publisher:
Marx-Engels-Archiv
Year of publication:
1930
Scope:
LXXXII, 691 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Briefe und Dokumente
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

36 Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode. 
ohne Untersuchung der pfychologischen, organisatorischen, verwaltungsmäßigen Ursachen- 
reihen und Mittelglieder, ohne erhebliche historische und empirische Specialunterfuchungen 
durch einige oberflächliche, halb wahre und halb falsche Geschichtskonstruktionen nicht 
haltbarer, sie sind nur auf dem Boden einer matexialistischen Weitanjchauung, einer Fiktion 
der Gleichheit aller Menschen, einer maßlosen Überschäßung der mechanischen Handarbeit 
verständlich. Die große Differenz der Systeme unter sich, die tiefe Verachtung, welche 
jeder dieser „wissenschaftlichen Socialisten“ für die Theorie des andern hatte, zeigt, wie 
wenig diese Gedankenreihen wirkliche, feststehende Wissenschaft bedeuten, wie sehr sie ins 
Gebiet der ideologischen Konstruktionen und der Hypothefen gehören. 
Mögen die Marrxianer Lassalle (1825—64; Schriften ed. Bernstein 1892 -93) 
nur als großen praktischen Agitator gelten lassen, der wissenschaftlich nicht in Betracht 
komme: er war ein eitler, von prahlerischem Ehrgeize verzehrter Lebemanu, aber dabei 
ein philofophischer Kopf und ein kenntnisreicher Jurist; sein System der erworbenen 
Rechte (1861) steht mindestens ebenbürtig neben den Schriften der anderen, seine Reden 
und Pamphlete find Meisterstücke socialpolitisch demagogischer Beredsamkeit; sein Blick 
für das reale Leben, die Macht- und Verfassungsfragen, die inneren Triebsedern der 
gesellschaftlichen Bewegung war schärfer als der von Rodbbertus und Marx; wenn er 
von 8. v. Stein beeinflußt, groß vom Staate und vom socialen Königtum dachte, von 
einem demokratischen Cäsarismus tiefgreifende sociale Umwälzungen erwartete, zeigte er 
offneren Sinn für die letzten geschichtlichen Ursachen als die Marxischen Schwärmer für 
die Abschaffung des Staates. In der Beurteilung des Staates steht Rodberlus (1808 
bis 1875; Sociale Briefe an Kirchmann, 1880 -84; Normalarbeiistag, 1871; Briefe 
und socialpolitische Auffätze ed. R. Meyer, 2 Bde. 1882), der norddeutsche Gutsbesitzer und 
einsame radikale Denker, der Schüler Schellings und Hegels, Lassalle fehr nahe; er sieht, 
freilich in sehr übertriebener Weise, in aller Geschichte nur eine Zunahme der Staats— 
thätigkeit; er haßt das Manchestertum wie die sensualistische Genußsucht der französischen 
Socialisten; nicht mehr genießen, sondern der Allgemeinheit sich opfern soll das In— 
dividuum. Seine Geschichtskonstruktion ist tieffinniger als die von Lassalle und Marx, 
fie ruht auf gewissen praktischen Kenntnissen (Erklärung und Abhülfe der heutigen Kredit⸗ 
not des Grundbefitzes, 1871) und gelehrten Studien (Untersuchungen auf dem Gebiete 
der Nationalbkonomie des klassischen Altertums, J. f. N. 1. F. 2ff.), fie macht eine bessere 
sociale Zukunft, in welcher nicht mehr das Menschen-, das Grund- und das Kapital⸗ 
eigentum, sondern das Eigentum des individuellen Verdienstes vorherrschen soll, in 
anziehender Weise denkbar. Aber seine Einkommenslehre ist schablonenhaft, seine Er— 
klärung der Krisen durch zu geringen Konsum der Arbeiter trifft so wenig den wesent— 
lichen Punkt, wie Rodbertus ein Recht hat, die infolge technischer Fortschritte zunehmende 
Produktivität der Arbeit den mechanischen Handarbeitern als ihr Verdienst anzurechnen; 
sein roh entworfenes Zukunftsgemälde mit Normalarbeitstag, Arbeitsgeld, Bezahlung 
nach der Zeit ist ein utopischer Traum ohne jede Begründung seiner Realisierbarkeit. 
Karl Merh Manifest der kommunistischen Partei, 1848; Zur Kritik 
der politischen Okonomie, 1869; Das Kapital, 1. 1867, 4. Aufl. 1890; 2. 1885; 
3. 1894) übertraf seine Gesinnungsgenossen an stürmischer, revolutibnärer Willenskraft, 
an Ernst und Tiefe der Gedanken, an dialektischer, zersetzender Schärfe, an Haßgefühl 
gegen alle bestehenden Gewalten. Aber es fehlte seinem mathematisch spekulativem Kopfe 
doch ganz der Sinn für die konkrete psychologische und gesellschaftliche Wirklichkeit und 
für empirisches Studium. Auf dem Boden der Hegelschen Geschichtskonstruktion groß 
geworden, suchte er unter Feuerbachs und Proudhons Einfluß diese realistisch zu wenden, 
verfuhr aber dabei nicht minder willkürlich als Hegel und verfügte über viel geringere 
Geschichtskenntnis als er. Immer bleibt die im Lapidarstil des haßerfüllten Anklägers 
verfaßte Schilderung der technisch-socialen Entwickelung der englischen Großindufstrie 
von 1750—1850 ein Meisterstück trotz all' ihrer Einseitigkeit. Die Begründung des 
ökonomischen Materialismus, d. h. der Lehre, welche den socialen, geistigen und poli— 
tischen Lebensprozeß der Völker ausschließlich auf die materielle Guͤterproduktion und 
Verteilung zurückführen will, war in berechtigter Protest gegen die überspannte
	        

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