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Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

Monograph

Identifikator:
1823190766
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220010
Document type:
Monograph
Title:
Finanzen und Steuern im In- und Ausland
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Hobbing
Year of publication:
1930
Scope:
896 S
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzen und Steuern im In- und Ausland
  • Title page
  • Contents
  • Erster Hauptteil. Deutsche Finanz- und Steuerstatistik
  • Zweiter Hauptteil. Statistik ausländischer Finanzen und Steuern. Unterlagen zum internationalen Vergleich
  • Index

Full text

— 299 — 
Für die Hansestädte war charakteristisch das Überwiegen der Auslandsgläubiger 
(219,1 Mill. ZA = 53,8 vH), welches durch die verhältnismäßig starke Auslandsverschul- 
dung von Bremen und Hamburg verursacht wurde, während bei Lübeck die Auslandsschulden 
nur etwa ein Drittel der Gesamtverschuldung ausmachten. Darin drückt sich die enge 
Verbindung der Hansestädte, insbesondere von Bremen und Hamburg, mit den ausländischen 
Kapitalmärkten aus. 
Nach der Laufzeit betrachtet, bestanden die Schulden der Länder insgesamt je zur Hälfte 
aus langfristigen (743,8 Mill. ZA = 49,6 vH) und mittel- und kurzfristigen (756,0 Mill, ZA = 
50,4 vH) Schulden. Von diesem Verhältnis wichen in stärkerem Maße nur ab Württemberg, 
bei welchem die mittel- und kurzfristigen Schulden über 80,0 vH der Gesamtverschuldung 
ausmachten, und Baden und Thüringen, in welchen beiden Ländern die langfristigen Schulden 
äüberwogen. 
Bei den Hansestädten waren die langfristigen Schulden mit 293,0 Mill. ZA = 70 vH 
ausschlaggebend, gegenüber 127,3 Mill. AM = 30 vH mittel- und kurzfristiger Schulden, 
Dieses Verhältnis erklärt sich aus dem starken Anteil der Auslandsschulden, welche fast aus- 
schließlich langfristigen Charakter haben. 
Bei den Zinssätzen, zu welchen die Schulden der Länder aufgenommen wurden, läßt sich 
allgemein beobachten, daß der Durchschnittszinssatz bei den größeren Ländern infolge des 
stärkeren Anteils der billigeren Auslandskredite niedriger liegt als bei den kleineren Ländern. 
In noch stärkerem Maße als bei den Ländern prägt sich diese Tendenz bei den Hanse- 
Städten mit ihrem großen Anteil an Auslandskrediten, Altschulden und Festwertanleihen aus. 
Die Durchschnittsverzinsung für ihre Schulden beläuft sich auf 5.790 ° /as während sich für die 
Länderschulden ein Satz von 6,512 °/, ergibt. 
ß) Verwendung 
Von dem Gesamtbetrag der Länderschulden, dessen Verwendung festgestellt werden 
Konnte, in Höhe von 1 401,6 Mill. „2. (Stand am 31. März 1928) wurden 815,4 Mill. AM 
= 58,2 vH,zur Durchführung der Aufgaben der Hoheitsverwaltungen verwendet. Die größten 
KEinzelbeträge entfielen hiervon auf Wohnungswesen (300,8 Mill. AM = 21,5 vH des Ge- 
Samtbetrages), Verkehrswesen (227,9 Mill. AA = 16,3 vH), Förderung der Wirtschaft 
(189,2 Mill. AM = 13,5 vH) und Wohlfahrtswesen (60,8 Mill. AA = 4,3 vB). ' 
346,9 Mill. AM = 24,8 vH fanden Verwendung für die Unternehmungen und Betriebe, 
insbesondere zum Ausbau der Versorgungsbetriebe (191,6 Mill. AA = 13,7 vH). 
Als Betriebsmittelfonds zur Deckung laufender Ausgaben diente der verhältnismäßig 
hohe Betrag von 222,3 Mill. AM = 15,9 vH der Gesamtverschuldung, 
Bei den einzelnen Ländern sind innerhalb der Hauptverwendungszwecke zum Teil starke 
Verschiebungen festzustellen, welche auf die besonderen Verhältnisse der betreffenden Länder 
(wirtschaftliche Struktur, Anteil am besetzten Gebiet, Ausbeute von Wasserkräften, ins- 
besondere für Elektrizitätsversorgung usw.) zurückzuführen sind. So hatte z. B. Preußen 
besonders hohe Aufwendungen für die Landwirtschaft, Bayern und Baden für Elektrizitäts- 
Versorgung, das dichtbevölkerte Sachsen für den Wohnungsbau usw. 
Unmittelbar wurden von den Ländern nur 762,5 Mill. AA oder 50,8 vH der Gesamtsumme 
der aufgenommenen Schulden verausgabt, während insgesamt 737,2 Mill. ZA (= 49,2 vH) 
an die private Wirtschaft (246,9 Mill. AA = 16,5 vH), an öffentliche Unternehmungen und 
Zweckverbände (355,3 Mill. ZA = 23,7 vH) und an Gemeinden und Gemeindeverbände 
(135,0 Mil. ZA = 9,0 vH) als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet wurden. Auch 
hier sind bei den einzelnen Ländern in ihren besonderen Verhältnissen begründete Verschieden- 
heiten zu beobachten. 
Bei den Hansestädten ist fast der gesamte Betrag der Schulden (385,0 Mill. AM = 
92,0 vH) unmittelbar verausgabt worden. Für ein Drittel (138,7 Mill. ZA = 33,0 vH) 
der Gesamtschuld konnte die Verwendung nicht festgestellt werden; es handelt sich hier 
hauptsächlich um die Altverschuldung, welche bei den Hansestädten, im Gegensatz zu den 
Ländern, einen starken Anteil an der Gesamtschuld hat.
	        

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Finanzen Und Steuern Im in- Und Ausland. Hobbing, 1930.
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