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Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte

Monograph

Identifikator:
1824546017
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-214923
Document type:
Monograph
Author:
Dopsch, Alfons http://d-nb.info/gnd/118680390
Title:
Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
Place of publication:
Wien
Publisher:
Seidel
Year of publication:
1930
Scope:
XII, 294 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Theorie. Grundsätzliche Anschauungen
  • Zweiter Abschnitt. Die Tatbestände: Die Primitiven
  • Dritter Abschnitt. Die Kulturvölker des alten Orients
  • Vierter Abschnitt. Altgriechenland und das Römerreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Oströmische Reich und der Islam
  • Sechster Abschnitt. Das frühe Mittelalter im Westen. Die Völkerwanderung. Merowinger und Karolinger
  • Siebenter Abschnitt. Das hohe Mittelalter (10.-12. Jahrhundert)
  • Achter Abschnitt. Das spätere Mittelalter (13.-15. Jahrhundert)
  • Neunter Abschnitt. Die Neuzeit
  • Zehnter Abschnitt. Die politischen Auswirkungen: Lehenswesen und Kapitalismus
  • Elfter Abschnitt. Rückfälle aus der Geldwirtschaft in die Naturalwirtschaft
  • Zwölfter Abschnitt. Theoretische Schlußfolgerungen
  • Index

Full text

25 
solche, die nicht sehr weit voneinander entfernt sind und den- 
;elben Dialekt reden, kommen von Zeit zu Zeit an bestimmten 
Orten zusammen, um dem Tauschhandel zu obliegen. Die ein- 
zelnen Gruppen suchen besonders jene Produkte und Gegenstände 
einzutauschen, die an ihren Wohnsitzen nicht gefunden, bzw. von 
ihnen nicht hergestellt werden“). 
Dazu sei auch auf die Ergebnisse der Sprachforschung ver- 
wiesen. O. Schrader konnte feststellen, daß die Grundbegriffe eines 
primitiven Tauschhandels in die Urgeschichte des indogermani- 
schen Stammes zurückgehen. Für die Begriffe Tauschen, Kaufen, 
Kaufpreis und ähnliche finden sich in den indogermanischen 
Sprachen schon in alten Zeiten übereinstimmende Ausdrücke vor, 
wie dies in ähnlicher Weise auch in der Urzeit der westfinnischen 
und uralaltaischen Völker der Fall gewesen ist”). 
Auch das, was Bücher über den sog. stummen Handel®), sowie 
den Geschenkhandel und Raubtausch angenommen hatte, trifft 
nicht zu. Dafür sind einleuchtende Erklärungen besonders neuer- 
dings durch Leroy”) gegeben worden, so daß das was vorliegt, eine 
einwandfreie Lösung erfährt, ohne daß wir zur Theorie Büchers 
unsere Zuflucht nehmen müßten. Vor allem kommt neben dem 
Austausch von Geschenken doch auch noch ein richtiger und 
eigentlicher Tausch vor. Für die Scheu aber, welche primitive 
Völker gegenüber fremden Tauschgegnern bekunden, den sog. 
stummen Tausch®), mochten die schlimmen Erfahrungen, die sie 
zuvor gemacht hatten, vor allem die Gefahr, versklavt zu werden, 
eine genügende Erklärung bieten. Auch die Ansammlung von 
%) Ebda. S. 461 (nach Man E. H., On the Aboriginal inhabitants of the 
Andaman Islands. London 1883). 
5) Linguistisch-histor. Forschungen zur Handelsgeschichte und Waren- 
kunde. Jena 1886, S.6r. Dazu auch F. Soml6, Der Güterverkehr in der Ur- 
gesellschaft. 1909 (Institut Solvey, Notes et Mäe&moires fasc. 4), bes. S. 140- 
8) Vgl. darüber auch R. Hennig, Der stumme Handel als Urform des 
Außenhandels. B. Harms Weltwirtsch. Archiv ı1, 26s ff. (1917)- 
7) Essai d’introduction critique A Petude de l’&conomie primitive. Paris 
1925, bes. S. 87 ff. Dazu auch der Artikel „Handel bei Naturvölkern“ von 
Fr. Graebner‘ in K. Andrees Geographie des Welcthandels, neu bearbeitet von 
F. Heiderich und R. Sieger, 1, 149 £f. 
8) Ebda. S.94; vgl. dazu auch Koppers a. a. O. S. 464 und F. Somlö6 
a. a. O. S. 147 £.
	        

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Naturalwirtschaft Und Geldwirtschaft in Der Weltgeschichte. Seidel, 1930.
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