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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

123 — 
allerdings behufs Reklame auch sehr billig abgegeben, wenn be- 
sonders großer Absatz zu erwarten ist. Der Antiquar setzt in seinem 
Katalog die gangbarsten Bücher so billig als möglich an. Bei den 
zeltenern fordert er höhere Preise, auch wenn er sie billig gekauft hatte, 
und schraubt sie so weit, als er glaubt noch Käufer dafür finden zu 
können. 
Die Konkurrenz ist nun in den seltensten Fällen eine unbedingt 
freie, mehr im Groß- als Kleinhandel, weshalb die Ausgleichung sehr 
unvollkommen ist, und die Herabdrückung auf den Normalpreis im ge- 
wöhnlichen volkswirtschaftlichen Verkehr seltener vorkommt als meistens 
angenommen wird. Die allgemeine Trägheit des Publikums, welches an 
den alten Preisen festhält, Kurzsichtigkeit ete. erschweren Veränderungen 
und gestatten Monopolpreise, auch wo das Monopol kein natürliches ist, 
ınd sehr wohl gebrochen werden könnte. 
Der Arbeiter ist darauf angewiesen, um Zeitverlust zu vermeiden, 
in dem Laden zu kaufen, der in nächster Nähe liegt. Ihm fehlt natur- 
zemäß die Umsicht, um die Vergleichung der Preise in verschiedenen 
Läden oder gar an anderen Orten vorzunehmen. In kleinen Städten tritt 
teicht eine Ringbildung der kleinen Zahl der Händler ein, um die Preise 
zu beherrschen. Wo die Qualität des Fabrikates von besonderer Be- 
deutung ist, wird der gute Ruf einer Firma ihr gestatten, Monopol- 
preise zu fordern, z. B. einer Maschinenbauanstalt für ihre Maschinen, 
die sich eines besonderen Renomm6es erfreuen. 
Die Preise des Detailhandels können dem Engrospreise nicht genau, 
sondern nur abgeschwächt folgen, da die Generalunkosten sich gleich 
bleiben. Der Kolonialwarenhändler hat die Miete für den Laden, die 
Heizung und Beleuchtung, das Gehalt der Gehilfen, die Zinsen des Be- 
triebskapitals, den Prozentsatz für Geschäftsverluste zu zahlen, gleich- 
viel ob die Preise der Waren hoch oder niedrig sind. Um sie zu decken; 
nuß er den gleichen Betrag, bei niedrigen Preisen also einen höheren 
Prozentsatz der Warenpreise zur Einkaufssumme hinzuschlagen, wodurch 
die Detailpreise die Schwankungen der Engrospreise nur vermindert 
aufweisen und sich gleichmäßiger gestalten. 
Besondere Veranlassungen, wie Maß- und Münzveränderungen, neue 
Zölle und sonstige indirekte Steuern, bewirken auffallende Preismodi- 
äkationen. Je weiter Produzenten und Konsumenten getrennt sind, je 
öfter der Gegenstand von Hand zu Hand geht, um so weniger sind 
die Herstellungskosten maßgebend für den Preis, der vielmehr durch 
Jie Spekulation beeinflußt wird, 
Die Preisveränderung schließt sich nach ’allem nicht der Ver- 
schiebung von Angebot und Nachfrage, und auch nicht den Verände- 
rungen in den Produktionskosten etc. unbedingt an, sondern wird 
lurch die mannigfaltigsten Umstände beeinflußt. Das Endergebnis hängt 
davon ab, welcher Teil das Uebergewicht hat, die Preisregulierung ist 
in ausgedehntem Maße eine Machtfrage. 
Ängros- und 
Detailpreise. 
$ 45. 
Der Preis des Grund und Bodens. 
; M. Conrad, Die Häuserpreise in Freiburg während der letzten 100 Jahre. 
Jena 1881. 
H. Paasche, Die Entwickelung der Preise und der Rente des Immobilien- 
Jesitzes zu Halle a. S. Halle 1878. Steinbrück, Die Entwickelung der Preise des 
*rund und Bodens in Halle und dem Saalkreise Jena 1900
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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