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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

Städtische 
3rundmpreise. 
H. Sarrazin, Die Entwickelung des Preises des Grund und Bodens in der 
Prov. Posen, Halle a. S. 1897 (Dissert.) und in den landwirtschaftlichen Jahr- 
yüchern 1897. 
Der Grund und Boden ist nur in beschränkter Ausdehnung vor- 
nanden, und der Mensch vermag nur wenig auf die Erweiterung ein- 
zuwirken. Allerdings nimmt der nutzbare Boden noch heutigen Tages 
in den Kulturländern zu, aber nicht in dem Maße wie die Bevölkerung. 
Das Angebot ist daher auf höherer Kulturstufe nur wenig zu erweitern, 
während dem gegenüber bei aufblühenden Völkern durch das Wachsen 
der Bevölkerung die Nachfrage fortdauernd steigt. Der Preis des 
Grund und Bodens muß daher bei regulärer Entwickelung perpetuier- 
ich in die Höhe getrieben werden. Das ist am deutlichsten bei den 
städtischen Bauplätzen zu beobachten, wo der Preis durch das An- 
wachsen der Stadt steigt, ohne daß Arbeit darauf verwendet zu sein 
braucht. Gewisse Lagen der Stadt werden besonders bevorzugt. In 
ılter Zeit bildete der Markt den Mittelpunkt der Stadt, um den sich 
der Verkehr konzentrierte; von ihm liefen die Hauptstraßen aus, wo 
Läden und Werkstätten auf den meisten Zuspruch rechnen konnten. 
Dort hatte der Bauplatz, das Haus den höchsten Wert, dort war die 
höchste Miete zu erhalten, da die Plätze rar, die Nachfrage allgemein 
war. Je mehr die Stadt anwuchs, um so höher stiegen die Preise, 
bis eine Ableitung, z. B. durch die Anlage eines Bahnhofes an dem 
einen Ende der Stadt eintrat und der Verkehr eine andere Richtung 
zewann. ‚Die Straßenbahnen werden vermutlich mehr und mehr zur 
Entlastung des Innern der Stadt beitragen, die, wie die City von London, 
immer ausschließlicher für Geschäftslokalitäten reserviert wird, während 
die Wohnungen an die Peripherie oder darüber hinaus in die Vororte 
verlegt werden. Die Werkstätten der größeren Industrie können aus 
lem gleichen Grunde außerhalb der Stadt angelegt werden, wodurch 
manche Preisverschiebungen in der Zukunft eintreten können. 
Die folgenden Beispiele lassen erkennen, welche außerordentliche 
Steigerung die Bodenpreise in neuerer Zeit in den Städten erfahren haben. 
Sidney Webb schätzt die jährliche Steigerung des Grundwertes 
von London auf 93 Mill, Mark. In Frankfurt a. M. wurde die Wert- 
steigerung von 1880—95 amtlich auf 60 % angenommen, in Karlsruhe 
in 30 Jahren auf das 4—5 fache, 
Humboldts Haus in Berlin kostete, ohne daß ein Umbau statt- 
zefunden hatte: 
1746 4350 Thlr. = 100 
1796 28000 „= 643 
803 35000 „ = 827 
Ein Gewölbe für ein Schreiner- In Freiburg stiegen die nicht um- 
zeschäft in Wien wurde vermietet: gebauten Häuser im Durchschnitt: 
1750 für 24 Glan. = 100 yon 1755—64 = 109 
1790 „ 36 „ = 150 „ 1810—19 = 412 
1810 „ 7 „ = 312 „84049 = 837 
1850 ,„ 300 „ = 1250 „ 1850—59 = 739 
1859 „ 1200 „ = 5000 „ 860—70 = 1310 
1862 1600 „: = 6660 » 87014 = 1724 
Das Radziwillsche Palais in Berlin wurde 1738/39 gebaut, 
1791 für 30000 Thlr. verkauft, 
1795 „ 60000 » 
1875 „ 2000000 N
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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