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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

245 — 
werden kann, ohne die Grundlagen unserer individualistischen Volks- 
wirtschaft anzutasten, wozu wahrlich ein Grund nicht vorliegt. 
Ein jedes zu scharfe Vorgehen gegen die Kartelle wird aber 
naturgemäß nur die Fusion verallgemeinern, die schon jetzt in England 
und den Vereinigten Staaten häufig vorkommt und die bei den Aktien- 
gesellschaften leicht auszuführen ist, die aber unzweifelhaft noch größere 
Bedenken als die Kartellierung in sich schließt. Die Gesetzgebung 
aber würde derselben fast machtlos gegenüber stehen. 
Kapitel IX. 
8 75. 
Die volkswirtschaftlichen Krisen. 
a) Historische Uebersicht. 
Max Wirth, Die Geschichte der Handelskrisen. Frankfurt 1882, 
Neuwirth, Die Spekulationskrisis von 1873. Leipzig 1874. 
Schäffle, Der Wiener Krach. Tübinger Zeitschrift für die gesamte Staats- 
wissenschaft 1874. 
Wasserrab, Preise und Krisen, Stuttgart 1889. 
J. Wolf, Die gegenwärtige Wirtschaftskrisis. Tübingen 1888. 
Handw. der Staatsw. Art, Krisen von Herkner, 
Rodbertus, Kleine Schriften. Berlin 1890, (Die Handelskrise und die Hypo- 
thekennot der Grundbanken 1858.) 
von Bergmann, Die Wirtschaftskrisen. Geschichte der nat.-ökon. Krisen- 
theorien. Stuttgart 1895, 
M. von Tugan-Baranowsky, Studien zur Theorie und Geschichte der Handels- 
krisen in England. Jena 1901. 
Wirtschaftliche Krisen sind vorübergehende, allgemeinere Stockungen 
im volkswirtschaftlichen Leben, die als ein Rückschlag gegenüber be- 
sonders reger und gewinnbringender Thätigkeit auftreten. Je nach den 
Ursachen und der Ausdehnung und je nach den ergriffenen Gebieten 
des Wirtschaftslebens unterscheidet man 1. Börsenkrisen und sonstige 
Spekulationskrisen, 2. allgemeine Kreditkrisen, 3, Handelskrisen, 
4. industrielle Absatzkrisen und 5. Agrarkrisen, 
Das Wesen derselben wird am besten erkannt durch Verfolg der 
Geschichte derselben und somit der verschiedenen Erscheinungen, die 
sich dabei beobachten lassen. 
Ein eigentümliches Beispiel einer Börsenkrisis ergab sich schon 
1637 in Holland, durch welche der Beweis geliefert ist, daß ein jedes 
Objekt für Spekulationszwecke verwertet werden kann, und der Mensch 
außerordentlich erfinderisch ist, die verschiedenartigste Gelegenheit 
zur Spekulation zu finden, und auf der anderen Seite, daß schon vor 
21, Jahrhunderten ähnliche Zeiten schlimmster Spekulationswut vor- 
handen gewesen sind wie Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahr- 
hunderts, und daß die Folgen damals ganz ähnliche waren wie in der 
neueren Zeit. In den Niederlanden wurde schon im Beginne des 17. 
Jahrhunderts die Tulpe mit besonderer Liebhaberei und in großer 
Ausdehnung kultiviert und ein ausgedehnter Handel damit getrieben, 
der bald börsenmäßigen Charakter annahm. Im Jahre 1634 gewann 
derselbe eine ganz außergewöhnliche Ausdehnung und nahm bereits 
Formen an, die sich allgemeiner erst in dem modernen Termingeschäfte 
entwickelt haben. Man überbot sich gegenseitig in den Preisen, kaufte 
Tulpen- 
manlıe.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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