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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

269 — 
wand meistens dankbarer erweist als der schlechtere. Auch hier zeigt 
es sich, daß der Gang in dem wirtschaftlichen Leben nicht ein gleich- 
mäßiger, sondern sehr verschiedenartiger und oft sprunghafter ist. 
Aber je mehr die Kultur vorschreitet mit Zunahme der Bevölkerung 
und Verallgemeinerung des Ackerbaues, um so mehr tritt die Ricardo- 
sche Auffassung in ihr Recht, und die Differenzierung der Boden- 
qualität, die Ungleichheit der Erträge wird immer größer, und damit 
muß der bessere Boden eine Grundrente erzielen, so lange die Preise 
der landwirtschaftlichen Produkte noch ausreichen, um die Produktions- 
kosten auf dem dürftigen Boden zu decken, und diese Verschiedenheit 
bleibt auch bestehen, wenn infolge der Bevölkerungszunahme die Preise 
so weit gestiegen sind, daß auch auf dem dürftigsten Boden mehr er- 
zielt wird als nur die Deckung von Arbeits- und Kapitalsaufwand. 
Mit Verallgemeinerung der verbesserten Kommunikationsmittel, Verwischung 
Ausbildung eines Chaussee- und Eisenbahnnetzes wird nun im Laufe der Grund- 
der Zeit die Verschiedenheit der Entfernung vom Markte in der FE m 
mannigfaltigsten Weise verschoben und ausgeglichen. Durch Erfahrung eatwicke- 
und Wissenschaft lernt man auch die ungünstigeren Produktionsbeding- lung. 
ungen durch besondere Pflanzen oder Tiere höher ausnutzen, man 
denke an gewisse Gemüse, wie Spargel, Teltower Rüben, Kartoffeln, 
die auch auf leichterem Boden zu kultivieren sind; an Lupinen, Sera- 
della etc., an die Gründüngung, die namentlich in feuchtem Sande 
Außerordentliches zu wirken vermag, an Schaf- und Ziegenhaltung auf 
dürftigen Weiden. Wird dadurch bereits die Bedeutung der ländlichen 
Grundrente auf höherer Kulturstufe etwas abgeschwächt, so ist dieses 
in noch weit höherem Maße durch die außerordentlich großen Kapitalien 
der Fall, welche jetzt in Meliorationen, Gebäuden, totem und lebendem 
Inventar mit dem Boden verbunden werden und die Erträge in der 
außerordentlichsten Weise steigern, so daß dagegen die Leistung der 
Natur allein erheblich zurücktritt. Ferner wird durch den fort- 
dauernden Besitzwechsel, wobei der gesamte Ertrag und somit auch 
die Grundrente kapitalisiert den Kaufpreis bestimmt, die Steigerung 
der Grundrente in ihrer volkswirtschaftlichen Wirkung außerordent- 
lich verteilt und damit abgeschwächt. Es ist deshalb begreiflich, 
daß man ihr in Deutschland eine praktische Bedeutung nicht mehr 
zuerkennt. Unrichtig ist es aber, ihre Existenz überhaupt leugnen zu 
wollen. . 
Gerade in der neueren Zeit ist nun nicht ein weiterer Fortschritt, 
sondern sogar ein Rückgang der Grundrente auf dem Lande in Europa 
Jurch die Ermäßigung vor allem der Getreidepreise herbeigeführt, und 
wenn derselbe nicht in einem stärkeren Maße in den Pacht- und Grund- 
preisen zu Tage tritt, so ist dieses eben auf den Ausgleich durch 
Kapitalsaufwand zurückzuführen und auf der anderen Seite durch die 
Fortschritte der praktischen Erfahrung, welche es gestatten, mit den- 
selben Mitteln dem Boden höhere Erträge abzugewinnen. 
Daß innerhalb größerer Perioden eine Grundrente gewonnen Statistischer 
wird, läßt sich auch statistisch nachweisen, indem, wie an anderer Nachweis der 
Stelle gezeigt, die Produkte der Land- und Forstwirtschaft in den Grundrente. 
letzten beiden Jahrhunderten weit stärker im Preise gestiegen sind als 
die Manufakte. Und wenn dieses, wie erwähnt, in den letzten Dezen- 
nien einer rückläufigen Bewegung Platz gemacht hat, so ist doch mit 
Zuversicht anzunehmen, daß die starke Zunahme der Bevölkerung in der 
kultivierten Welt dieses noch in absehbarer Zeit ausgleichen wird.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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