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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

132 
den Rahmen gespannten Haut*), diese aber ging dann über in den 
sog. Schlichtmond der späteren Pergamenter, ein tellerförmiges Messer 
mit einem Loch in der Mitte zum Anfassen und mit vollkommen kreis 
förmiger Schneide; die moderne Handschuhmacherei, Weiß- und Glace 
gerberei verwendet ebenfalls noch diese Schlichtmonde in der Zurichterei, 
wobei die Felle allerdings nicht mehr im alten Rahmen, sondern in 
den weniger zeitraubenden, aber sehr ähnlichen Schrägen gespannt 
werden. 
3. Die Werkzeuge für die Bearbeitung der Felle am Schabebaum. 
Die konvexe Unterlage fordert hier vornehmlich konkave Schneiden. 
Wir sehen also, wie sich auf Grund einer entwicklungsgeschicht 
lichen Betrachtungsweise die verschiedene Form der Unterlagen sehr 
natürlich ergibt, wie sich weiter die verschiedensten Werkzeuge dadurch 
sehr einfach klassifizieren und ihre verschiedenen Formen verstehen lassen. 
Wir haben gesehen, daß sich wesentlich drei Formen der Unterlagen 
herausgebildet haben, von welchen zwei, nämlich der Rahmen und der 
Gerberbaum, schon im Bestände der alten Kulturvölker vorhanden sind, 
und daß sich diese Formen, besonders die des Gerberbaums, bis heute 
in der handwerksmäßigen Technik nicht geändert haben; damit wird es 
erklärlich und verständlich, daß nicht nur die Grundformen der Werk 
zeuge, sondern sehr oft sogar deren ganzer Habitus nicht bloß in der 
Reihe vom primitiven Volke bis herauf zum hochentwickelten Kultur 
volk, nicht bloß in der langen zeitlichen Entwicklung seit dem alten 
Reiche von Theben bis zu unseren Tagen, sondern auch gleichmäßig 
durch alle Zweige der Gerberei, gleichgültig ob Weiß, Rot oder Sämisch, 
die gleichen geblieben sind. Nur die Größe der Werkzeuge ist ver 
schieden, indem für schwere Häute auch starke und große Eisen nötig 
sind, während die auf leichte Felle eingerichteten Methoden oder Werk 
stätten nur kleine Werkzeuge benützen. 
Der Gerberbaum ist die typische Form der Unterlage im Abend 
lande geworden, hier gehören deshalb die Werkzeuge zum konkaven Typ, 
und diese Werkzeuge wollen wir noch etwas näher betrachten. 
Die im Herbst des Jahres 1873 in Pompeji aufgedeckte Gerberei 
war hauptsächlich durch die wenigen darin gefundenen Werkzeuge, welche 
sich von den unseligen fast nicht unterscheiden, als solche charakterisiert ^). 
Die Luccheser Handschrift des 8. Jahrhunderts orientiert uns lediglich 
darüber, daß die Haare mit einem Messer abgeschabt werden 8 ), des 
gleichen spricht die Mainzer Handschrift des 14. Jahrhunderts von 
einem Schabmessers, ohne uns nähere Auskunft über die Form zu 
y Mendel S. 34 a Abbildung. ! ) Blümner 1875, Bd, I, S. 279—280, 266. 
3 ) Breslau 1899, S. 888. 4 ) Gerberzeitung 1867, S. 168.
	        

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Anhang. Bibliographie. Register. Weidmann, 1909.
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