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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

— 113 — 
welcher als Münze und in Barren in der zivilisierten Welt augen- 
blicklich zirkuliert, wird auf etwa 19 Milliarden veranschlagt. Die 
Silberproduktion betrug in den letzten Jahren etwa eine Milliarde 
Mark, ziehen wir davon 250 Millionen für den jährlichen Bedarf 
der Industrie und als Ergänzung des Verlustes an der umlaufenden 
Münze, sowie 200 Millionen für den Abfluß nach dem Orient usw. in 
Abrechnung, so bleiben rund 500 Mill. Mk. an Silber übrig, welche 
zur Vermehrung der Silberzirkulation verwendet werden können. In 
50—60 Jahren könnte damit das Gold sicher vollständig verdrängt 
sein. Wird aber das Wertverhältnis auf 1:16 fixiert, damit also 
der Wert des Silbers verdoppelt, so würde wohl schon in der halben 
Zeit, sagen wir, um nicht zu niedrig zu greifen, in 40 Jahren die 
Uebersättigung an Silber eingetreten sein, die Aufnahmekraft an 
Silber durch die Münze hörte auf, und bei der weiteren Fortsetzung 
der Produktion im selben Verhältnis müßte ein rapides Sinken des 
Silberwertes wiederum auf den gegenwärtigen Stand die Folge sein. 
Nach 40, 50 Jahren — was ist aber ein halbes Jahrhundert für die 
Volkswirtschaft für eine kurze Frist! — würde also das Silber auf 
dem Weltmarkte nur den halben Wert haben als die Silbermünze, 
die aus ihm geprägt ist. Man hätte allgemein nur Kreditgeld in 
der Hand, ein Zustand, der schwerlich lange Zeit aufrecht zu er- 
halten wäre. Die Staaten müßten sich entschließen, wieder mit einer 
völligen Münzreform vorzugehen, die wiederum eine vollständige 
Preisrevolution in sich schließen würde. Unter den gegenwärtigen 
Verhältnissen erscheint daher die Durchführung des Bimetallismus 
auf der Grundlage des Verhältnisses wie 1:16 einfach unmöglich. 
Durchführbar wäre dagegen der Bimetallismus gegenwärtig durch 
eine Vereinigung der zivilisierten Staaten unter Akzeptierung des 
Wertverhältnisses, etwa wie 1:34, wie es dem gegenwärtigen Welt- 
marktpreis ungefähr entspricht. Ein jeder Ueberschuß an dem einen 
oder anderen Metall, welcher das Verhältnis zu modifizieren drohte, 
würde nun in das große Bassin des Münzbedarfs der Staaten der 
Währungskonvention abgestoßen werden können, und wenn nicht 
ganz exzeptionelle Verhältnisse eintreten, würde dadurch das Ver- 
hältnis für Dezennien gewahrt werden können. An eine solche Ver- 
einigung der verschiedenen in Betracht kommenden Länder ist aber 
in der Gegenwart auf keinen Fall zu denken, weil die Interessen 
derselben zu weit auseinandergehen. Frankreich und die Vereinigten 
Staaten, welche mit Silber übersättigt sind und unter der Silberlast 
erheblich leiden, die amerikanische Union mit ihrer bedeutenden 
Silberproduktion ganz besonders, haben nur ein Interesse daran, den 
Wert des Silbers wieder auf die frühere Höhe emporzubringen, aber 
gar kein Interesse, den gegenwärtigen Zustand zu fixieren, wie es 
durch die Währungskonvention auf Grundlage des Verhältnisses von 
1:34 der Fall wäre. Die Goldwährungsländer, vor allen Dingeu 
Deutschland, können wiederum, wie wir sahen, zu keinem anderen 
Verhältnis die Doppelwährung akzeptieren, als es den gegenwärtigen 
Marktverhältnissen entspricht, weil sie sonst das schwer erkaufte 
Gold gegen entwertetes Silber verlieren würden, ohne die Garantie 
zu haben, daß das Silber nun auch dauernd den hohen Wert behalten 
würde. Vielmehr würden sie das Risiko auf sich nehmen, daß sich 
dieses Verhältnis nach einiger Zeit als unhaltbar erwiese, die Wäh- 
rungsvereinigung auseinanderfiele, und sie dann genötigt wären, 
Conrad, Grundriß der polit. Oekonomie. I. Teil. 8. Aufl. 3 
Wertverhältnis 
1:34, 
A A
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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