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Nationalökonomie (1.1915)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (1.1915)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886443912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236258
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
1.1915
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
XVI, 460 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (1.1915)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie
  • Index

Full text

— 125 — 
möglich wäre. Ein Gutsverwalter, der sich bewährt hat, erhält wohl 
ein Darlehn, um ein Gut zu pachten; hat er sich damit etwas er- 
worben, so vermag er mit seinem Kredit ein Gut zu kaufen. Häufig 
werden tüchtige Kommis von ihren Prinzipalen zu Geschäftsteilhabern 
yemacht oder an die Spitze von Filialen gestellt, unter Gewährung 
bedeutender Vorschüsse. Ein Ingenieur erhält Darlehen, um seine 
Erfindung zu verwerten, oder es bildet sich eine Aktiengesellschaft, 
er wird an die Spitze gestellt und erhält die Verfügung über Hundert- 
tausende, ohne daß er selbst ein Vermögen zu haben braucht. 
5. Auch die kleinsten Summen können durch Kredit zu größeren 
Beträgen gesammelt und zu volkswirtschaftlicher Wirksamkeit ge- 
bracht werden, die ihnen bei ihrer Zersplitterung völlig fehlte. Das 
zeigt sich insbesondere bei den Sparkassen, welche die kleinen Summen 
zusammenziehen, die in den Händen von Kindern, Dienstboten, Ar- 
beitern, Handwerkern in früheren Zeiten bar im Kasten liegen blieben 
und dem Umlaufe entzogen wurden, während sie jetzt von den Spar- 
kassen zu Millionen vereinigt der Volkswirtschaft zugute kommen, 
indem sie in Hypotheken, Aktien, Staatspapieren angelegt wirtschaft- 
liche Verwendung finden und die eingezahlten Münzen in Zirkulation 
yesetzt werden. In derselben Weise vereinigen die Banken die sonst 
müßig liegenden Beträge des Betriebskapitals, welche von den Unter- 
nehmern im Momente nicht verwendet werden können, um sie in 
größeren Beträgen als Darlehen an Kaufleute und Industrielle abzu- 
geben, deren diese gerade momentan dringend bedürfen. So werden 
in den Aktiengesellschaften zur Durchführung des Großbetriebes kre- 
ditierte Summen zusammengetragen und zu größerer Wirksamkeit ge- 
bracht, während, und das ist beachtenswert, der Ertrag nicht in solcher 
Weise konzentriert bleibt, sondern sich in den Händen der Aktionäre 
verteilt. Die Inhaber von Pfandbriefen einer größeren landwirtschaft- 
lichen Kreditanstalt tragen zur Durchführung einer großen Guts- 
wirtschaft mit bei, während sie den Obligationen entsprechend nur 
einen kleinen Teil des Ertrages derselben beanspruchen können. Der 
Kredit begünstigt damit den Großbetrieb, während er die Konzentration 
des Kinkommens vermeidet. 
6. Die Möglichkeit, jede Summe nutzbar anzulegen, regt zum 
Sparen und überhaupt zur Vorsorge für die Zukunft an. Die in Aus- 
sicht gestellte Verzinsung durch die Sparkasse veranlaßt den Arbeiter, 
einen Teil des Lohnes nicht unmittelbar zu verbrauchen, sondern bei- 
seite zu legen. Er weiß auch die kleinen Beträge zu schätzen, die 
ibm dadurch zufließen, ohne daß er selbst seinen Arbeitsaufwand zu 
erhöhen braucht. Das ganze Versicherungswesen beruht auch auf 
Kredit, der es ermöglicht, durch kleine Jahreseinzahlungen bei einer 
Gesellschaft sich ein Kapital zu sichern für den Fall der Verhagelung, 
des Verlustes des Hauses durch Brand, für den Fall eines frühzeitigen 
Todes zur Sicherung der Familie, wie durch Einzahlung eines Kapitals 
zur Erzielung einer Jahresrente für die letzten Lebenstage bei Er- 
reichung eines bestimmten Alters. Eine ausgedehnte Vorsorge für 
die Zukunft ist aber das Zeichen einer höheren Kultur und sie wird 
durch Kredit wesentlich erleichtert und unterstützt. I 
„7. Der Kredit knüpft, wie wir sahen, Beziehungen, die in gegen- 
seitigem Vertrauen wurzeln, und verbindet die Interessen der im wirt- 
schaftlichen Verkehr stehenden Menschen. Der Gläubiger hat ein 
intensives Interesse daran, daß es dem Schuldner gut geht, und dieser 
Konzentrie- 
"ung kleiner 
Summen. 
Vorsorge für 
die Zukunft, 
(dJegenseitige 
Kontrolle.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1915.
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