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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

106 Einleitung. Begriff. Psychologische und fittliche Grundlage. Litteratur und Methode. 
Gesetzmäßigkeit kausaler Verknüpfung erkannte oder ahnte, so sehr man auf einzelne 
Ursachen sofort verfiel, wie die Naturrechtslehrer die allgemeine Menschennatur, die 
Merkantilisten den Geldverkehr, A. Smith die Arbeit und den Erwerbstrieb in den 
Vordergrund der Kausalerklärung rückten, so wenig konnte ein solches fummarisches 
Hinweisen auf eine Ursache oder Ursachengruppe genügen, noch weniger konnte eine Art 
rohen Analogieverfahrens als das Hauptprincip der Erklärung befriedigen. So wenn 
man Bevölkerung, Volkswirtschaft und Gesellschaft nach dem Vorbilde der Physik als ein 
mechanisches System von Kräften anfsah, die sich im Gleichgewicht halten, oder wenn 
man glaubte, durch den bei Pflanzen und Tieren beobachteten Kampf ums Dasein den 
socialen Entwickelungsprozeß analog erklären zu können. Gewiß können solche Analogien 
manches anschaulicher machen und Zusammenhänge finden helfen, aber sie führen 
ebenso oft auf Irrwege und können die Erklärung aus den konkreten Einzelursachen nie 
ersetzen. 
Seit die neuere Wissenschaft zu dem freilich nicht beweisbaren, aber trotzdem un— 
erschütterlichen Glauben von einem gleichmäßigen, in sich stets lückenlos zusammen— 
hängenden, durch bestimmte Kräfte beherrschten Entwickelungsprozeß der Natur, der 
Geschichte und der menschlichen Gesellschaft gekommen ist, erscheint die Feststellung der 
speciellen und zwar der sämtlichen Ursachen jeder einzelnen Erscheinung als die wichtigste 
Aufgabe des wissenschaftlichen Verfahrens. Nur so kommt diejenige Einheit und Ord— 
nung in die unendliche Mannigfaltigkeit der Erscheinungen, welche uns befriedigt. Von 
den vielen verschiedenen und nächstliegenden Urfsachen versuchen wir dann aufzusteigen 
zu den wenigen und einfachen. So hoffen wir zu einer erschöpfenden Erklärung der Welt, 
der Koexistenz und Folge der Dinge zu kommen. 
Aber die Aufgabe ist eine unendlich schwierige. Was ist Ursache? was ist Folge? 
Wenn wir antworten, A ist die Ursache von B, wenn A das unbedingte und notwendige 
Antecedens von B ist, so fügen wir doch gleich bei, daß Benicht logisch in A enthalten 
sei, daß B nur erfahrungsmäßig als stets integrierender Teil eines Ganzen sich uns 
darstelle, in dem A den Vortritt vor B habe. Wir sehen, daß selbst bei einfachen 
phyfischen oder biologischen Vorgängen der Eintritt einer Thatsache meist von einer 
Summe von Zuständen und Vorbedingungen abhängt, deren nur eine zu fehlen braucht, 
um den Eintritt, wenigstens in dieser Form, zu hindern.Es ist nur eine Art sprach— 
licher Aushülfe, wenn man den zuletzt hinzutretenden Faktor als Ursache, die vorher 
vorhandenen als Bedingungen bezeichnet. Vollends alle gesellschaftlichen und volkswirt— 
schaftlichen Erscheinungen haben wir regelmäßig auf eine Reihe physischer und biologischer 
Ursachen einerseits, auf eine Reihe psychischer und moralischer andererseits zurückzuführen. 
Und jede dieser Einzelursachen weist auf zeitlich weiter zurückliegende Ursachenketten und 
komplexe hin, die wir niemals ganz erfassen können. Das komplizierte Rebeneinander 
des Seienden geht stets auf frühere Kombinationen, auf gesetzlich geordnete aber fern 
liegende, uns unerforschliche Zustände zurück, über die wir uns nur Vermutungen und 
Hypothesen erlauben, die wir nur durch teleologische Betrachtungen uns verfändlich 
machen können. 
Schon die Doppelbedingtheit aller volkswirtschaftlichen Erscheinungen durch ma— 
terielle und geistige Ursachen erzeugt für die Untersuchung besondere Schwierigkeiten. 
Der häufig gemachte Versuch, die letzteren auf die erfteren zurückzuführen, wie es die 
Materialisten und Buckle gethan, der aus Klima, Boden und aͤhnlichen Faktoren die 
geiftige Entwickelung eines Volkes ableiten will, oder wie die Marxianer aus der bko— 
nomischen Produktion alles höhere Kulturleben restlos glauben erklären zu können, muß 
immer wieder scheitern. Denn so sehr heute der Zusammenhang alles geistigen Lebens 
mit dem Nervenleben, der Parallelismus der psychischen und biologischen Erscheinungen 
erkannt wird, aus rein materiellen Elementen ist nie und wird wohl nie das Seelen— 
leben erklärt werden. Gewiß finden heute auch die umgekehrten Sätze der Idealisten 
keinen Glauben mehr; so z. B. der Ausspruch des englischen Historikers Froude: „Wenn 
es einem Menschen frei steht zu thun, was er will, so giebt es keine genaue Wissen— 
schaft von ihm; wenn es eine Wissenschaft von ihm giebt, so giebt es keine freie Wahl.“
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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