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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

30 
Erstes Buch. Land, Leute und Technik. 
Und Ähnliches gilt vom geographischen Nachbareinfluß, der wirtschaftlich gewiß 
die größte Bedeutung hat. Pflanzen und Tiere, Waren und Werkzeuge, gelernte Arbeiter 
und Handelseinrichtungen, die ganze Struktur der Volkswirtfchaft sind ebenso wie 
Konsumtionsfitten und Mode meift von einem Nachbarlande zum anderen übergegangen, 
jofern sie direkt aneinander grenzten oder durch Verkehr, Krieg, Eroberung und Ein— 
wanderung in Berührung kamen. Der ganze Wandergang der menschlichen Kultur von 
Indien, Mesopotamien und Agypten nach Griechenland und Italien, daun nach Mittel⸗ 
und Nordeuropa, endlich nach Amerika wird nur verständlich durch die natürlich und 
geographisch gegebenen Nachbarbeziehungen. Aber im einzelnen ist auch dieser Zusammen— 
hang immer mehr ein möglicher als ein notwendiger. Je nach den Mitteln der Technik, 
über die eine Zeit verfügt, sind Meere, Flüsse, Gebirge mehr Trennungs- oder mehr 
Verbindungsmittel. 
Aber das bleibt doch wahr, daß es natürliche Ländergebiete mit bestimmtem 
Charakter giebt, daß ihre Erhebung, ihr Klima, ihre Lage und Nachbarschaft, ihr Boden 
auf Menschen, Pflanzen und Tiere einheitliche Wirkungen ausuübt, daß daraus dauernde 
Folgen für die Geschicke der Völker sich ergeben. — 
Kann man so die Kontinente und Länder als individuelle und typische Einheiten 
mit bestimmtem Charakter und bestimmten Folgen erfassen, so wird man noch besser die 
Antersuchung specialisieren und z. B. mit Rahel folgende Fragen unterscheiden können: 
4. wie wirken die Naturverhältnisse physiologisch, 23. psychologisch auf den Menschen, 
3. welche Zeiträume und Bedingungen schaffen einen Rafseuthpus, der auch in anderer 
Natur sich erhält? wir wollen darauf kurz im nächsten Äbschnitte über die Rassen 
kommen; 4. wie wirkt die Natur auf die Ausbreitung der Stämime und Völker, 5. auf 
Sonderung und leichten Verkehr, 6. auf bestimmte wirtschaftliche Lebensweise. Die 
vierte Frage liegt uns hier ferner; die Fragen 5 und 6 fassen wir zusammen, spalten 
sie jedoch weiter in folgende: wie wirken a) das Klima, b) die geologischen und 
Bodenverhältnisse sowie die Wasserverteilung, e) die Flora und Fauna der Kontinent— 
und Länder? 
54. Das Klima. Man versteht unter Klima wohl auch das Ganze der äußeren 
Natureinflüsse, richtiger aber die Wärme und Kälte, die Feuchtigkeit und Trockenheit 
—DDDD beeinflussen. Die Luft 
dringt in alle organischen Wesen ein, bringt Wärme und Feuchtigkeit überall hin. 
Daher die enorme Bedeutung der Lufiströmungen und Winde. Waärme und Wasser 
bedingen alle organische, pflanzliche, tierische und menschliche Entwickelung und zwar in 
der Weise, daß ihr gänzlicher Mangel alles Leben ausschließt, ihre zu intensive Wirkung 
ꝛs lähmt und gefährdet; das Mittelmaß von Wärme und Feuchtigkeit wirkt am günstigsten. 
Die Wärme ist von der Sonne, dem senkrechten oder schiefen Einfall ihrer Strahlen, also 
don der Stellung der Erdachse, der Polhöhe der einzelnen Länder, dein damit gegebenen 
Wechsel der Jahres- und Tageszeiten und der Erhebung über die Meeresfläche abhängig; 
weiterhin aber von den Luft- und Wasserströmungen und der periodischen Bewölkung. 
Die Feuchtigkeit ist in erster Linie bedingt durch die Nahe der Meere und der großen 
Wasserflächen, welche im Zusammenhang hauptsächlich mit den Luftströmungen und Ge— 
»irgen das absolute Maß und die Verleilung des Regens im Jahre bestimmen. 
Die Einteilung der Erde in eine tropische, gemäßigte und kalte Zone, oder in 
—DD— — nördlich gemaͤßigte Zone ꝛc. 
stellt den Versuch dar, die genannten Wirkungen, in große Gruppen gegliedert, über— 
sichtlich zu machen; die Grenzen der Zonen werden teils einfach nach Breitengraden, teils 
nach der Jahresdurchschnittswärme, teils nach dem Fortkommen der Hauptpflanzen 
gebildet und sind deshalb da und dort in ihrer Flächengröße verschieden angegeben. Wenn 
wir die heiße Zone bis zum 28,5., die gemäßigte bis zum 66,5. Breitengrade rechnen, so 
jallen auf die erstere 40, die zweite 52, die kalte Zone 80,0 der Erdoberfläche; scheiden 
vir nach den Linien gleicher Jahreswärme, den Isothermen bei 200 und 0 Gelsius, so 
allen auf die heiße“ Zone 493, auf die gemäßigte 38,5, auf die kalte 12,2 0/0 der
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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