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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

34 
Erstes Buch. Land, Leute und Technik. 
denn der Ausspruch Pindars, daß das Wasser das Herrlichste sei, ist vor allem auch 
wirtschaftlich wahr. Ohne Wasser ist nirgends ein wirtschaftliches Gedeihen. Man 
könnte fast sagen, die am Wasser gelegenen Gebiete seien die reichen. 
Die Regenmenge und das örtliche Vorkommen des Wassers stehen in engster 
fausaler Wechselwirkung; aber im einzelnen ist der Reichtum an Ouellen, Flüssen und 
Küsten doch nicht durch die Regenmenge des Ortes bedingt, und jedenfalls wird das 
Vorkommen fließenden Wassers um so wichtiger, je mehr es an Regen in der 
Gegend fehlt. 
Wie schon die Tiere des Waldes und der Wüste dem Wasser nachgehen, so hat 
es der primitive Mensch gethan; die Wanderungen und Siedelungen der Ureinwohner 
sind zwar von großen Wasserläufen oft auch gehemmt worden, große Ströme bieten 
sange eine fast unüberbrückbare Völkerscheide; aber umsomehr folgt der primitive Mensch 
den Quellen und Flußrändern. Und mit der Seßhaftigkeit und der höheren Kultur 
nimmt der Zug nach dem Wasser nicht ab. Die Ouellen haben überall die Wohnsitze 
der Menschen bestimmt, weil Mensch und Vieh, Küche und Haus ohne Wasser nicht 
eristieren können. Wo die Feuchtigkeit durch Regen fehlt, bestimmen Quellen, Bäche und 
Flüfsse alle Vegetation; freilich erst eine hohe gesellschaftliche und technische Entwickelung 
hat in trockenen Ländern wie in Agypten, Indien, China, Mesopotamien, in Nord— 
afrika, Spanien und Italien die Wunder jener bewässerten Ackerbau- und Gartendistrikte 
geschaffen, wobei nicht bloß die Zuführung der nötigen Feuchtigkeit, sondern auch die 
des düngenden Schlammes die reichen Ernten erzeugte. Ein großer Teil alles älteren 
Gewerbebetriebes bedurfte der Nähe bedeutender Wassermengen, mußte also den Bächen 
und Flüssen folgen: der Flachsbereiter und -Bleicher, der Gerber, Walker und Färber, 
der Bierbrauer und Fleischer suchte das Wasser auf. Als die Wassermühlen erfunden 
waren, war für die Mahl- und Sägemühlen, die Eisenhämmer und alle Werkstätten, 
die mechanischer Kraft bedurften, der Standort am Wasser gegeben; und wenn heute 
Dampf und Elektricität teilweise die große Industrie von dieser Bannung ans Wasser 
befreit haben, billiger bleibt stets die Wasserkraft, und noch heute ist die ganze Ver— 
teilung unserer Gewerbe doch überwiegend durch die Wasserläufe bestimmt. 
Und wenn wir so Siedelungen, Ackerbau und Gewerbe dem Wasser mit Vorliebe 
folgen sehen, wenn deshalb überall die dichte Bevölkerung in den mit Wasser reichlich 
versehenen Thälern sich zusammendrängt, so ist die Wirkung auf den Verkehr fast eine 
noch größere. Wie alle menschliche Kultur von den Küsten und Flußmündungen die 
Thäler aufwärts ging, so entstanden alle größeren Orte und Städte hauptsächlich durch 
den Verkehr, der von hier aus landeinwärts und stromaufwärts ging; in primitiven 
Zeiten war der Wasserverkehr, der Handel zu Schiff vielfach die einzige Art größeren 
Warenaustausches, lebendiger Berührung verschiedener Stämme und Händler; nur am 
Meere und an großen Strömen saßen alle bekannten reichen Handelsvölker. Freilich 
hat nicht überall, sondern nur an wenigen besonders günstigen Stellen das Wasser fähige 
Rassen zu selbständiger Erfindung des Schiffsbaues und Handels angeleitet; an den un— 
zünstigen Küsten hat die Nachahmung erst langsam und nach und nach einen Wasserverkehr 
geschaffen. Nur an Punkten wie Tyrus, Alexandria, Karthago, Venedig, Genua, Amsterdam, 
London, Hamburg, Newyork konnten die vorangeschrittensten Völker Mittelpunkte des 
Welthandels und höchsten Reichtums schaffen. Und wenn heute die Eisenbahnen teilweise 
dem Wasser seine Verkehrsrolle abgenommen haben, wenn falsche gesellschaftliche und 
politische Einrichtungen, sowie politische Schicksale die Kultur an großen Strömen, die 
früher die Hauptlinien des Handels bildeten, verfallen ließen, die großen Fluß- und Strom— 
ysteme sind doch auch heute mehr als je die Hauptadern alles, auch des Eisenbahnverkehrs: 
am Lorenzo⸗- und Mississippistrom, an Rhein und Elbe, an Seine und Themse kon— 
zentriert sich auch heute der Pulsschlag des höchsten wirtschaftlichen Lebens. 
Das Ergebnis all' solcher an die Erdoberfläche anknüpfender volkswirtschaftlich— 
geographischer Betrachtungen ist immer wieder die Erkenntnis, wie engbegrenzt die Punkte 
und Gebiete sind, an welchen eine hohe und allseitige, reiche wirtschaftliche Entwickelung 
möglich ist, wie die an diesen Punkten sitzenden Menschen und Gesellschaften naturgemäß
	        

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