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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Technik des 16.—-17. Jahrhunderts. Das Maschinenzeitalter. 211 
alten Geleisen. Aber die Eisenproduktion, die kriegerische Technik, der Handel, die 
zunehmende Geld- und Finanzwirtschaft und die administrative Technik hatten schon 
erheblich sich geändert; sie hatten zusammen mit einer Reihe anderer Ursachen aus den 
stadtwirtschaftlichen die territorial- und volkswirtschaftlichen Körper und Staaten machen 
helfen, die stehenden Heere und das Beamtentum ermöglicht. Die Entdeckung der neuen 
Welt und die neuen Seewege hatten die Gewürze und Perlen des Orients leichter und 
billiger zu uns gebracht, hatten uns mit Thee, Kaffee, Tabak, Mais, Opium, mit einer 
Reihe neuer Pflanzen und auch einigen neuen Tieren bekannt gemacht. Die Wirkung 
hievon beginnt langsam von 1600, stärker von 1700 an. Es war so der Menschheit 
ein unermeßlicher Horizont nach außen eröffnet, wie ihn die Reformation und das 
Wiedererwachen der Geistes- und Naturwissenschaft nach innen hin schufen. 
Und doch wird man sagen müssen: die Mittelstaaten des 14. -17., die größeren 
Nationalstaaten des 16. —18. Jahrhunderts seien nur in beschränktem Sinne ein Ergebnis 
der neuen Technik, so wenig wie das römische Reich auf technische Ursachen zurück— 
zuführen sei. In einem großen Teile Europas erhalten sich trotz der damaligen tech— 
nischen Fortschritte die kleinen stadt- und territorialwirtschaftlichen Körper: Holland, 
Deutschland, die Schweiz, Italien sind ein Beweis dafür. Und zu wirklich großen 
Einheitsstaaten mit ganz freiem inneren Markt haben auch England und Frankreich, 
vollends Deutschland, Osterreich, Rußland, die Vereinigten Staaten sich erst im 19. Jahr— 
hundert, jetzt allerdings wesentlich durch den Einfluß der neuen Technik, hauptsächlich 
des neuen Verkehrs entwickelt. 
84. Das moderne westeuropäisch-amerikanische Maschinenzeit— 
alter: Beschreibung. Die seit den Tagen der Renaissance begonnene Umbildung 
der Technik erhielt durch die Fortschritte der Naturerkenntnis ihren wichtigsten Impuls: 
Kopernikus, Kepler, Galilei, Newton, Euler, Laplace, Lavoisier, James Watt, Galvani 
und Volta, Liebig und Wöhler, Faraday und Marxwell, Gauß und Weber, Stephenson 
und Bessemer, Helmholtz und Siemens vollendeten ein System des realistischen Wissens, 
wie es die Menschheit bisher nicht gekannt, sie schufen damit auch praktisch eine ganz 
neue Epoche des technisch-wirtschaftlichen Lebens. Das Zeitalter der persönlichen 
technischen Routine und Meisterschaft ging in das der rationellen Bemeisterung der 
technischen Aufgaben durch vollendete Erkenntnis ihrer Ursachen über. Und an die 
großen führenden Geister, die hauptsächlich 1770—1870 wirkten, schloß sich von 
1830 —40 an eine ganz andere Art der Verbreitung der technischen Kenntnisse durch 
die Universitäten, polytechnischen und Gewerbeschulen. Noch im 18. Jahrhundert spielen 
Barbiere und Pfarrer, Taufendkünstler und gewöhnliche begabte Arbeiter eine große 
Rolle auf dem Gebiete der technischen Neuerungen; heute sind es nur die wissenschaftlich 
speciell geschulten Kräfte, die freilich auch bis in die Werkmeister- und Arbeiterwelt 
hineinreichen. 
Suchen wir zunächst mit wenigen Worten eine Anschauung der technischen 
Revolution hervorzurufen, welche mit der Spinn- und Dampfmaschine und den Coaks— 
hochöfen 17688 — 1800 einsetzt, durch die Kriegszeit und ihre Folgen bis 1880 gehemmt 
wird, nun mit dem Beginne des Eisenbahnbaues 1840 —60 energischer einsetzt, aber doch 
erst mit den wirtschaftlichen Aufschwungsperioden 1860—78 und 1880-1900 voll 
durchbricht. Die ganz andere Anwendung der bewegenden Naturkräfte, die Ausbildung 
der Textil-, Eisen? und Maichinenindustrie sfind die Hauptpunkte. bei denen wir etwas 
oerweilen. 
Neben der intelligentesten aber schwächsten wirtschaftlichen Kraft, der des Menschen, 
hat man seit Jahrtausenden die tierische, seit vielen Jahrhunderten die des Windes 
und des Wassers, aber bis in unser Jahrhundert in technisch sehr unvollkommener 
Weise, benutzt. Auch das Feuer hat erst in unseren Tagen als Kraftquelle seine volle 
Bedeutung erhalten; es hat uns den Dampf geliefert, der in der Dampfmaschine die 
wichtigste neuere mechanische Kraft wurde. Ihr gesellte sich seit den letzten 20 Jahren 
die Elektricität hinzu, welche vielleicht noch größere wirtschaftliche Veränderungen als 
der Dampf erzeugen wird. Um die verschiedenen Kraftquellen vergleichbar zu machen, 
14*
	        

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