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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Größe der älteren Städte. Stadtentwickelung anderwärts. 267 
18. Jahrhundert galt es als selbstverständliche Schranke — selbst für einen Hamburger 
wie Büsch —, daß die Kosten des Bezuges von Brennholz, Getreide und Ahnlichem 
—D0 
Landstädte wird in Deutschland schon im 16. Jahrhundert außerordentlich, auch in 
England in dem Maße geklagt, wie dort der Bauernstand, welcher kleine Städte in der 
Nähe braucht und erhält, zurückgeht. Dieser Rückgang beruhte daneben auf dem stärkeren 
Wachsen der größeren Staͤdte infolge des verbesserten Verkehrs und der beginnenden 
lokalen Arbeitsteilung. In Preußen hat die monarchische Politik dann im 17. bis 
18. Jahrhundert gerade auch diese kleinen Städte durch Garnisonen, Lieferungen, Ver— 
bote des Landhandwerks wieder zu heben gesucht. 
Welchen Teil der Gesamtbevölkerung die städtische im Mittelalter ausgemacht habe, 
darüber fehlen uns fast alle Nachrichten. Rogers führt für das England von 1377 
8 Prozent an. Im ganzen können wir annehmen, daß, von einigen städte- und ver⸗ 
kehrsreichen Gegenden abgesehen, in ganz Europa die städtische Bevölkerung bis gegen 
1800 10-20 Prozent der Gesamtzahl nicht leicht überschritten habe. 
Dafür, daß vorübergehend in Not- und Kriegszeiten die Stadtbevölkerung im 
Mittelalter oft aufs Doppelte wuchs, haben wir mancherlei sichere Anhaltspunkte; es 
ist der Rest der alten Einrichtung, daß ganze Völkerschaften sich in den städtischen 
Mittelpunkt zurückzogen. Eine übergroße, flottierende Fremdenbevölkerung haben nach 
den Reiseberichten periodisch heute noch die afrikanischen Handelsorte. — 
Über die städtische Entwickelung anderer Länder wissen wir wenig. Im Slaven— 
gebiete hatten früher die Bezirke und kleinen Völkerschaften von 2210 Geviertmeilen 
wenig oder nicht bewohnte Burgwalle als Rückzugsorte (Meitzen). Später waren es 
hier und im Norden deutsche Kaufmanns- und Handwerkerkolonien, welche die Städte 
nach deutscher Art gegründet oder als korporativ begünstigte Bevölkerungsgruppen den 
Orten ihrer Niederlassung Bedeutung verschafft haben. Für Rußland berichtet Keußler, 
daß erst 1648 —1700 eine Anzahl größerer Orte zu wirklich städtischem Leben gekommen 
sei. Wo im Norden und Osten die Deutschen als Städtegründer auftraten, da hat man 
ihnen später ihre Vorrechte genommen, suchte man den festgewurzelten Teil zu nationa— 
lisieren, den anderen zu vertreiben, die heimische Bevölkerung durch verschiedene Privilegien 
zum slädtischen Leben und Verkehr änzureizen; den Fremden wurde aller Landhandel 
und Kleinhandel verboten, die einheimischen Marktorte erhielten die Vorrechte wie die 
deutschen Städte und dergleichen mehr. 
In den englisch-amerikanischen Kolonien hat man, wo nur eine agrarische Ent— 
wickelung Platz griff, und es lange an allen Städten fehlte, zu ähnlichen städtefördern— 
den Gesetzen und Einrichtungen gegriffen, wie die dänischen und schwedischen Könige fie 
im 16. uͤnd 17. Jahrhundert erließen und geschaffen hatten. Ein virginisches Gesetz 
von 1655 wollte in jeder Grafschaft eine Stadt mit dem Alleinrecht des Handels ins 
Leben rufen. Ein Gesetz von 17085 hat denselben Zweck, es befreit die Stadtbewohner 
vom Militärdienst, giebt jeder Stadt das Alleinrecht des Handels auf 5 Meilen. 
98. Stadt uünd Land im 19. Jahrhundert. Die neuere Zeit hat, wie 
für die städtische Entwickelung, so für das ganze Siedelungswesen andere Bedingungen 
geschaffen. Zunächst haben die Verkehrsmittel sich ausgebildet wie niemals früher: die 
Post im 16. und 17. Jahrhundert, die Kanäle im 18., die Chausseen und Vicinalwege 
in der ersten Hälfte, die Eisenbahnen und Telegraphen in der zweiten Hälfte des 
19. Jahrhunderts; dazu kam die Entwickelung der modernen Technik, welche zunächst 
gewisse gewerbetreibende Städte außerordentlich rasch hob. Ebenso einflußreich war die 
aͤllenthalben erfolgende Aufrichtung festerer staatlicher Gewalten auf viel größeren Ge— 
bieten, einer geordneten Polizei, eines freien Verkehrs innerhalb der Staaten. In unserem 
Jahrhundert fiel mit der Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit meist der ganze seit Jahr— 
hunderten bestehende Vorzug der Städte für Gewerbe und Handel; Stadt und Land 
wurden überall sich rechtlich gleichgestellt; die städtischen Mauern fielen, mit Ausnahme 
einzelner Festungen, überall, in Preußen schon unter Friedrich Wilhelm J.; noch weniger 
bedurften die Dorfer weiter solchen Schutzes: immer reiner und unbedingter konnten die
	        

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