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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887156429
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236518
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft
Volume count:
1.1901
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1901
Scope:
XIII, 482 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

Die Geschichte der Kriegsverfassung. Die Händler. 333 
Die reinen Soldheere, die im Altertume schon etwa 400 v. Chr. beginnen, auch 
in Rom unter Marius die alten Bauernsoldaten verdrängen, in der neueren Zeit vom 
13. —18. Jahrhundert vorherrschen, am frühesten und ausschließlichsten reichen Handels—⸗ 
staaten eigen sind, führen aber zuletzt zu den größten politischen und socialen Mißständen. 
Während das übrige Volk in Feigheit und Genußsucht verweichlicht, setzt sich der 
Soldatenstand mehr und mehr aus den rohesten Elementen, barbarischen Fremden, 
Soldatenkindern, Thunichtguten, Verbrechern zusammen; ohne sittlichen Zusammenhang 
mit den Volks- und Staatsinteressen, die er verteidigen soll, ergiebt er sich Usurpationen, 
erhebt seine Führer zur Diktatur, fordert unerschwingliche Summen für seinen Unterhalt 
oder seine Bestechung und schützt zuletzt so wenig vor innerer Auflösung wie vor äußeren 
Feinden. Die zu weit getriebene Arbeitsteilung macht bankerott. 
Daher ist die neuere Zeit zu einem gemischten System zurückgekehrt: lebenslängliche 
Offiziere sowie Unteroffiziere, die S—— 15 Jahre dienen und dann in eine Civilstellung 
übergehen, geben den Rahmen für ein stehendes Heer, für das die Männer vom 17. bis 
42. Jahre (180/0 der Bevölkerung) kriegspflichtig sind, in dem die körperlich tüchtigen 
Männer der ganzen Nation in einer Übungszeit von einigen Monaten oder Jahren 
kriegerisch ausgebildet werden, um dann ihrem anderen, dauernden Berufe zurückgegeben, 
nur im Kriegsfalle je nach Bedarf bis zu 7, 8 und 92/0 der Bevölkerung zur Fahne 
gezogen zu werden. Im Offiziersdienste verjüngt sich der alte Grundbesitzadel, indem 
er neue Pflichten auf sich nimmt; er kann es aber nur, indem er selbst zugleich die 
höhere geistige Bildung der liberalen Berufe erwirbt und sich mit diesen gleichsam ver— 
schwistert. Die allgemeine Wehrpflicht der übrigen Klassen ist die stärkste Korrektur 
der sonstigen so weitgehenden, teilweise übertriebenen Arbeitsteilung überhaupt, ein 
Erziehungsmittel für die ganze Nation, sowie ein sicheres Gegenmittel gegen die Miß— 
bräuche der Klassenherrschaft. 
115. Die Händler. Ein gewisser Handel und Tauschverkehr hat sich sehr 
frühe entwickelt. Wir kennen kaum Stämme und Völker, die nicht irgendwie durch ihn 
berührt würden. Die verschiedene technische und kulturelle Entwickelung schuf in der 
allerfrühesten Zeit bei einzelnen Stämmen bessere Waren und Werkzeuge; die Natur 
gab verschiedene Produkte, welche bei den Nachbarn bekannt und begehrt wurden. Und 
überall hat sich die Thatsache wiederholt, daß der Wunsch nach solchen Waren und 
Produkten Jahrhunderte, oft Jahrtausende früher lebendig wurde als die Kunst, sie 
selbst herzustellen; für viele war dies ja an sich durch die Natur ausgeschlossen. 
Der erste Handel und Tauschverkehr war nun aber lange ein solcher ohne Händler. 
Schon in der Epoche der durchbohrten Steine gelangen Werkzeuge und Schmucksachen 
von Stamm zu Stamm auf Tausende von Meilen. Ein sprachloser, stummer Handel 
besteht noch heute am Niger; auf den Stammgrenzen kommt man zusammen, legt ein— 
zelnes zum Austausch hin, zieht sich zurück, um die Fremden eine Gegengabe hinlegen 
zu lassen, und holt dann letztere. Innerhalb desselben Stammes hindert lange die 
Gleichheit der persönlichen Eigenschaften und des Besitzes jedes Bedürfnis des Tausches. 
Auch auf viel höherer Kulturstufe finden wir noch einen Handel ohne Händler, wie 
z. B. zwischen dem Bauer des platten Landes und dem Handwerker der mittelalterlichen 
Stadt lange ein solcher Austausch der Erzeugnisse stattfindet, ein Handel zwischen 
Produzent und Konsument. Zwischen verschiedenen Stämmen gaben die Häuptlinge und 
Fürsten am ehesten die Möglichkeit und den Anlaß zum Tausch. Daher sind lange diese 
Spitzen der Gesellschaft die wesentlich Handeltreibenden. In Mikronesien ist heute noch 
dem Adel Schiffahrt und Handel allein vorbehalten; die kleinen Negerkönige Afrikas 
suchen noch möglichst den Handel für sich zu monopolisieren. Ahnliches wird von den 
älteren russischen Teilfürsten berichtet; die Haupthändler in Tyrus, Sidon und Israel 
waren die Häuptlinge und Könige. 
Nur bei solchen Stämmen, die, entweder am Meere lebend, Fischsang und Schiff— 
fahrt frühe erlernten, oder als Hirten mit ihren Herden zwischen verschiedenen Gegenden 
und Stämmen hin und her fuhren, wie bei den Phönikern und den arabisch-syrischen
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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