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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

3 
Nur eines muss hier näher betrachtet werden, ja dies eine 
ist das Ziel, auf das die ganze bisherige Untersuchung zusteuerte. 
z Der Vertrag ist unfähig, Rechtssätze zu erzeugen, weil 
er seiner Natur nach nicht im Stande ist, einen Gemeinwillen 
hervorzubringen. Was aber der Vertrag nimmer vermag, das 
vermag die Vereinbarung. Die Staaten können objektives 
Recht schaffen, wenn sie eine Regel vereinbaren, 
nach der sich ihr künftiges Verhalten dauernd be- 
stimmen soll. Auch hier verleugnet die Vereinbarung nicht ihre 
Natur. Sie besteht aus Erklärungen mehrerer inhaltlich gleicher 
Willen. Jeder will dasselbe: die Entstehung einer alle gleich- 
mässig für die Zukunft bestimmenden objektiven Norm. Nicht 
entgegengesetzie Interessen wollen sie ausgleichen, son- 
dern ihr gemeinsames Interesse an der Fixirung einer Regel 
befriedigen, nach der sich ihr künftiger Verkehr, gerade auch 
für den Fall, dass später ein eintrender Interessen streit Ausgleich 
erheischen wird, ohne Weiteres richten soll. So sind denn in 
der That die so oft erwähnten Musterbeispiele „vertrags- 
mässiger‘“ Völkerrechtssetzung, die Regeln des Wiener Kongresses 
über‘ die Freiheit der Flussschifffahrt und den Rang der diplo- 
matischen Agenten, die Pariser Seerechtsdeklaration von 1856, 
die Genfer Konvention von 1864, die Petersburger Konvention 
von 1868, durch die der Gebrauch gewisser Geschosse im 
Kriegsfalle untersagt wird, die Bestimmungen der Kongoakte von 
1885 über die Oceupation herrenloser Länder in Afrika, die. An- 
ordnungen der Brüsseler Antisklavereiakte von 1890, daneben 
aber zahllose Verträge über Beuterecht zur See, Blokade, Kontre- 
bande, ferner aber „Verträge“ zu dauernder Regelung des Rechts- 
hilfe-, insbesondere Auslieferungswesens, des Konsularverkehrs, 
Verträge, durch die für alle künftigen Streitigkeiten der Kontra- 
henten schiedsgerichtliche Entscheidung ausgemacht wird '!) u. 8. w. 
kungen nichtsouveräner oder protegirter Staaten. — Wenn Nippold a. a. 0. 
S, 42, Note 22 sagt, die Unterscheidung zwischen Vereinbarung und Vertrag 
habe nur ein „geringes theoretisches Interesse“, so beweist dies, dass 
ihm der Gegensatz nicht klar geworden ist. 
1) Nicht aber der für einen einzelnen Fall geschlossene Schiedsvertrag; 
der ist echter Vertrag. Wie steht es mit den an manche Verträge angefügten 
Schiedsgerichtsklauseln, nach denen für zukünftige Differenzen aus dem und 
über den Vertrag schiedsrichterlicher Austrag vorgesehen wird? Man wird 
zu sehen haben. ob die Klausel zu einem Vertraze oder zu einer recht-
	        

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Die Arbeitsnachweise Der Arbeitgeberverbände. Verlag von Duncker & Humblot, 1911.
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