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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

522 Einundzwanzigstes Buch. Zweites Kapitel. 
Die Stände wurden auch in den habsburgischen Ländern 
von jenen Schichten der mittelalterlichen Gesellschaft gebildet, 
deren einfache Unterwerfung unter den landesherrlichen Willen 
den Fürsten nicht gelungen war, und die sich daher zur Mit— 
sorge fur das Land und demgemäß auch zur Mitregierung 
berufen fühlten. Es war an erster Stelle die alte grund— 
herrliche Aristokratie geistlichen und weltlichen Teils in ihren 
verschiedenen Abstufungen, daneben, in den verschiedenen Ländern 
berschieden, aber nirgends sehr stark vertreten, der Städtekranz 
des Landes, endlich in Tirol auch das in Landgerichten zu⸗ 
sammengefaßte freie Bauerntum. 
Als hauptsächlichstes Recht der Landstände erscheint dabei 
seit dem 16. Jahrhundert wie schon früher überall die Be— 
willigung außerordentlicher Geldmittel und die Lieferung land— 
schaftlicher Truppen, an deren Stelle später die Bewilligung für 
den Landesherren trat, eine bestimmte Zahl von Söldnern an— 
zuwerben. Ein grundsätzliches Recht, die Zustimmung in diesen 
Dingen von der Erfüllung landtäglicher Wünsche abhängig zu 
denken, bestand nicht; wohl aber wurden bei dieser Gelegenheit 
stets Wünsche und Beschwerden der Stände vorgebracht, über 
deren Erfüllung und Beseitigung auch von der Regierung eine 
Verständigung gesucht wurde. Beratungen über Bewilligungen 
dieser Art und daran anknüpfende Verhandlungen über das 
auf dem Wege der Gesetzgebung zu hebende Wohl des Landes, 
so wie dies von der ständischen Interessenvertretung verstanden 
wurde, wurden von Zeit zu Zeit wohl von allen versammelten 
Ständen mit der Regierung gepflogen. Allein daneben be— 
durfte es auch einer fortwährenden Vertretung der Stände 
zur Einnahme der ständischerseits bewilligten Steuern, zur 
Aushebung der verwilligten Truppen, die zumeist noch unter 
ständischem Kommando standen, zur Vorbereitung ständischer 
Wünsche und Beschwerdeschriften, ja, da die landesfürstliche 
Verwaltung sich vielfach noch auf die bloße Administration der 
fürftlichen Grundherrschaften und Regalien beschränkte, zur 
allgemeinen Verwaltung des Landes überhaupt. Diesem Zwecke 
dienten nun in den Erblanden — mit Ausnahme etwa Tirols —
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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